Baubeschluss für zentralen Spielplatz am Rathaus fällt

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Im Park der Villa Wippermann würde nahe dem Rathaus der zentrale Spielplatz entstehen. 90 Prozent der Mittel fließen aus Mitteln der Regionale. Rund 36 000 Euro beträgt der Eigenanteil der Stadt.

Halver - Im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen (heute, 17 Uhr, Ratssaal) fällt der grundsätzliche Baubeschluss für die Errichtung des zentralen Spielplatzes an der Mittelstraße neben dem Rathaus im Wippermann-Park.

Die abschließende Entscheidung steht in der Ratssitzung am Montag, 27. November, an. 

Die wichtigsten Fragen und Antworten hat der AA im Vorfeld zusammengefasst: 

Was soll gebaut werden? 

Geplant ist ein zentraler Spielplatz zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts und der Integration. Die vorgesehene Fläche von etwa 1300 Quadratmetern liegt an der Mittelstraße zwischen Rathaus sowie der Villa Wippermann. Der Spielplatz grenzt an bereits umgesetzte Projekte der Regionale 2013 an, insbesondere an das Wegenetz zwischen dem Fachmarktzentrum am Rathaus und der Villa Wippermann. Er bildet somit eine Ergänzung im Umfeld der Häuser der Kultur. 

Wer bestimmt, was dort gebaut und an Spielgeräten errichtet wird? 

Neben dem Arbeitskreis Spielplätze waren Schulen, Kindertagesstätten sowie Bürgerinnen und Bürger bei der Planung dieses Spielplatzes im Rahmen von Workshops eingebunden, heißt es in der Vorlage der Stadtverwaltung. Die erarbeiteten Ergebnisse fließen ebenfalls in die Planung ein. Geplant sind Geräte, die „themenorientierte Ansätze“ bieten sollen und Raum für kognitive und soziale Prozesse allein und in der Gruppe ermöglichen. Das heißt: Wasser- und Sandspiele, eine Seilbahn, Kletterpyramide und Doppelschaukel. 

Wird auch an Kleinkinder gedacht?

Ja. Wichtig schon für die Bewilligung der beantragten Mittel war die Einbeziehung der sogenannten Remise, des früheren Wirtschaftsgebäudes der Villa Wippermann. Das Gebäude soll zu einem Toiletten- und Wickelraum umgebaut werden. 


Was kostet das Projekt? 

Veranschlagt sind Gesamtkosten von 360 000 Euro. 90 Prozent der Summe sind förderfähig. Der städtische Eigenanteil beläuft sich auf 35 963 Euro. Was ist die Zielgruppe des zentralen Spielplatzes? In Halver leben zurzeit 16 574 Einwohner, davon 2071 Kinder unter 13 Jahren. Das entspricht 15,5 Prozent der Einwohnerzahl, deutlich mehr als im Landesmittel von 11,9 Prozent. 

Was spricht für den Standort am Rathaus? 

In der gesamtstädtischen Baustruktur ist Wohnraum in der Innenstadt verhältnismäßig günstig. Das führt zu einer Verdichtung finanziell schwächer gestellter Familien. Mit dem Erlebnisspielplatz sollen für die Kinder aus dem Bereich der Innenstadt verbesserte Entwicklungsmöglichkeiten angeboten werden was beispielsweise die Motorik und Sprachentwicklung angeht. Zugleich soll der Spielplatz auch eine multikulturelle Begegnungsstätte sein. 

Gäbe es Alternativ-Standorte? 

Im Bereich des Stadtzentrums ist zurzeit kein öffentlicher Spielplatz vorhanden, der der Lindenhofschule ist nur eingeschränkt nutzbar. Die nächsten Spielplätze im Umfeld befinden sich in mehr als einem Kilometer Entfernung. 

Ist der Spielplatz auch für Menschen mit Behinderungen nutzbar?

Ja. Das ist durch EU-Gesetzgebung inzwischen rechtlich verankert und auch Voraussetzung für die Förderung. Der Zugang ist frei von Stufen, die Wegbreiten liegen bei mehr als 1,50 Metern. Die Grundausstattung mit Spielgeräten wird auch für Kinder mit Behinderungen barrierefrei erreichbar und nutzbar sein.

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