Neuer Spielplatz am Rathaus: Ideen gefragt für 1300 Quadratmeter

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Michael Schmidt, Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen, im Gespräch mit Gästen, die weitere Ideen für das Vorhaben mit in den kleinen Sitzungssaal des Rathauses gebracht hatten.

Halver - Ideen gefragt! Vorschläge und Anregungen zur Gestaltung des stadtzentralen Spielplatzes, den die Stadt auf einer Fläche von 1300 Quadratmetern zwischen dem Rathaus und dem ehemaligen Stadtdirektorenhaus plant, brachten interessierte Bürger am Dienstag bei einer öffentlichen Sitzung des Arbeitskreises Spielplatz im Rathaus zur Sprache.

Kurzfristig wurde die Informationsveranstaltung aufgrund der Vorbereitungen für eine Hochzeitsfeier vom Kulturbahnhof in den kleinen Sitzungssaal des Rathauses verlegt. Mit dem Stand der Dinge machten Bürgermeister Michael Brosch, Kämmerer Markus Tempelmann, Bauamtsleiter Michael Schmidt und Kai Hellmann, stellvertretender Fachbereichsleiter Bürgerdienste, die Halveraner bekannt.

Wie Brosch ausführte, hofft die Stadt, dass sie bei ihrem Spielplatzvorhaben Fördermittel des Landes („Bis zu 90 Prozent“) im Rahmen des Investitionspakts „Soziale Integration im Quartier“ erhält. Ein entsprechender Antrag liege der Bezirksregierung vor. „Bis 3. Mai musste der Antrag gestellt werden“, erklärte der Bürgermeister. Eine Antwort liege noch nicht vor. Nach ersten Kostenschätzungen müssten bis zu 370 000 Euro für den Spielplatz aufgewendet werden. Als „noch nicht in Stein gemeißelt“ stellte Michael Brosch den Entwurf von Landschaftsplaner Roland Pfeiffer vor. Vielmehr sei es wichtig, gemeinsam mit Bürgern Ideen zur Ausgestaltung des Platzes zu entwickeln.

Ort mit "sehr großer Qualität"

„Sehr große Qualität“ bescheinigte Bauamtsleiter Michael Schmidt dem ausgewählten Spielplatz-Ort. Sowohl für die Kinder als auch für die begleitenden Eltern werde ein attraktiver Aufenthaltsbereich entstehen. „Wir schaffen einen geschützten Raum“, erläuterte er. Optisch sei der Platz allerdings nicht so abgeschlossen, dass keine soziale Kontrolle möglich wäre. „Der Spielplatz hat ein Alleinstellungsmerkmal.“

Angedacht sei, im denkmalgeschützten Geräteschuppen der Villa Wippermann einen Wickelraum mit Toilette einzurichten. Für die Benutzung der Toilette sei ein Chipsystem angedacht. Der besondere Charme der Lage bestehe darin, dass es möglich sei, den Raum mit dem Rathaus zu verbinden und so das Gefühl zu erzeugen, sich in einem großen innerstädtischen Park zu befinden.

Wasserspielplatz, Kletterpyramide, Seilbahn

Im oberen Bereich des Platzes solle ein Wasser- und Sandspielplatz entstehen. Erste Planungen sähen überdies eine Kletterpyramide und eine querende Seilbahn vor. Anregungen aus Reihen der Teilnehmer zielten auf die Aufstellung von Kombigeräten als spielerische Herausforderung für die Kinder.

Erfahrungen mit den eigenen Kindern brachte Annekathrin Steller dazu in die Sitzung ein. Für die Ausgestaltung des Platzes als naturnahen Raum machte sich Britta Koslowski stark. In Bayern seien derartige Plätze häufig, hierzulande nur selten zu sehen. Bepflanzung mit heimischen Pflanzen regte sie an. In einen Kletterhügel könnte beispielsweise eine Rutsche integriert werden.

Schulen und Kitas hätten ähnliche Ideen gehabt, ergänzte Kai Hellmann. Auch ein Bodentrampolin und eine Slackline zum Balancieren kamen als Idee. Wie Kai Hellmann abschließend bemerkte, soll der Spielplatz barrierefrei hergerichtet werden.

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