Spielplatz Lindenhofschule

Jugendliche feiern Partys auf Spielplatz und hinterlassen Dreck 

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Kaum einsehbar, Sitzmöglichkeiten satt.

Halver - Der von Grund auf renovierte und neu gestaltete Spielplatz der Lindenhofschule erfreut sich großer Beliebtheit bei Kindern. Das ist die eigentliche Zielgruppe. Eine andere Klientel aber macht der Stadt und Schulhausmeisterin Birgit Ecks Sorgen und einen Haufen Arbeit.

Zunehmend haben Jugendliche den hinteren Bereich des Schulhofes für sich entdeckt. In den Abendstunden wird dort gesoffen bis zum Erbrechen und in die Ecken uriniert. Kot entfernt Birgit Ecks dann mit einem Schippchen, mit dem Hochdruckreiniger sei es letztlich noch unappetitlicher, sagt sie. Leichter einsammeln lassen sich die Glasscherben auf dem Gelände, auf dem tagsüber die Kinder spielen. 

Eigentlich ist der Platz bis 16 Uhr den Schülern der Lindenhofschule vorbehalten, danach ist er offen bis 18 Uhr für alle Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren. Die Jugendlichen, die sich dort am Klettergerüst in den Abendstunden treffen, sind aber deutlich älter – und offenbar kaum zu vertreiben. 

Schäden sollten dem Bauhof gemeldet werden.

Im Fachbereich Bürgerdienste sei dies aktuelles Thema, sagt Bürgermeister Michael Brosch auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers. Technische Möglichkeiten wie eine Videoüberwachung oder den Einsatz von Hochfrequenzpiepen schließt Brosch aus rechtlichen Gründen aus. Doch der von der Stadt beauftragte Wach- und Schließdienst habe einen entsprechenden Hinweis erhalten, verstärkt das Auge auf den Problembereich zu richten. 

Polizei schaut genauer hin

Es könne und dürfe nicht Aufgabe der Hausmeisterin sein, dort angetrunkene Jugendliche zu verscheuchen, findet der Bürgermeister.

Das sieht die Polizei in Halver genauso. Das Problem sei bekannt, sagt Thorsten Ausborn, Leiter der Wache. Die Kollegen beobachteten im Rahmen des Streifendienstes den betreffenden Bereich und würden dies künftig noch verstärkt tun. Im Zweifelsfall würden Personalien aufgenommen. Für die Stadt bestünde dann die Möglichkeit, ein Ordnungswidrigkeitenverfahren einzuleiten.

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