Jörg Lüttringhaus an der Spitze des THW

Jörg Lüttringhaus löst Sven Annowsky als Ortsbeauftragten des Technischen Hilfswerks ab.

HALVER - Jörg Lüttringhaus ist der neue Ortsbeauftragte des Technischen Hilfswerks (THW) in Halver. Er löst Sven Annowsky ab, der nach zwölf Jahren nicht mehr kandidierte und nun andere Aufgaben im Ortsverband übernimmt. Die offizielle Einführung des neuen Ortsbeauftragten durch den THW-Landesbeauftragen Dr. Hans-Ingo Schliwienski erfolgt am Freitag, 25. Januar, um 18 Uhr im Rahmen einer Feierstunde mit geladenen Gästen in der Unterkunft an der Löhbacher Straße.

Jörg Lüttringhaus ist mit seinen 28 Jahren bereits ein alter Hase im Halveraner THW. Mit zwölf Jahren trat er der Jugendgruppe bei und entwickelte sich dort schon zu einem erfahrenen Helfer. Sein größter Erfolg im Nachwuchsteam war der Sieg beim THW-Landesjugendwettkampf in Oberhausen und die anschließende Teilnahme im Jahr darauf am Bundesjugendwettkampf im bayrischen Gunzenhausen.

Kein Wunder, dass sich Lüttringhaus nach dem altersbedingten Wechsel in den Zug gleich als Jugendbetreuer verdient gemacht hat. Im Ortsverband absolvierte er die Grundausbildung und ließ sich als Trupp- und Gruppenführer ausbilden. Vor seiner Berufung zum neuen Ortsbeauftragten war er als Gruppenführer der Bergungsgruppe aktiv – einer von drei Fachgruppen im Ortsverband Halver.

Schon als junger Helfer stellte er sich schwierigen Einsätzen. Unvergessen ist die Elbe-Flut, bei der die Halveraner Helfer unter schwierigsten Bedingungen Menschen und Güter retten und bergen mussten. Auch die Bilder von der Überflutung eines Dortmunder Stadtteils vor zwei Jahren kann der neue Chef des Ortsverbandes nicht vergessen. „Unfassbar, welche Kraft die Wassermassen entwicklen und welche Gefahr sie darstellen“, bilanziert er die großen Einsätze.

Hinzu kamen etliche Alarmierungen vor Ort, denn das Technische Hilfswerk ist fest in den Alarmplan des Märkischen Kreises mit eingebunden und rückt aus, wenn viel Licht und andere Hilfe an Einsatzstellen aller Art benötigt wird. Daraus resultiert eine enge Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen, die Jörg Lüttringhaus natürlich weiter intensivieren möchte. Auch für die Förderung der Jugendarbeit will er sich gezielt einsetzen.

Die Unterstützung des gesamten Ortsverbandes ist ihm dabei gewiss. Schließlich hat nicht nur die Führungsriege um Zugführer Matthias Oelke den neuen Chef bestimmt; das Votum wird vom gesamten Ortsverband getragen. Da war die Bestellung auf Landesebene anschließend kein Problem.

Das vorhandene Gerät sinnvoll zu ergänzen und einzusetzen ist eine zentrale Aufgabe, der sich Jörg Lüttringhaus stellen will. Als Chef des Ortsverbandes ist der gelernte Schreiner für die gesamte Organisation vor Ort verantwortlich. So muss er darauf achten, dass Ausbildungs- und Übungspläne eingehalten werden und der Ortsverband im Rahmen seines Auftrages jederzeit einsatzfähig ist. Die Zusammenarbeit erfolgt in erster Linie mit der THW-Geschäftsstelle in Dortmund; unterstellt ist der Ortsbeauftragte aber direkt dem Landesbeauftragen.

Der neue Auftrag bindet Jörg Lüttringhaus künftig stärker als in seiner bisherigen Führungsfunktion ans Büro, in dem das THW-eigene Computerprogramm aufläuft. Dort sowie auf überörtlichen Tagungen muss er eine Menge Verwaltungsarbeit stemmen. Da dürfte die Zeit für sein zweites großes Hobby, das Handballspiel beim TuS Grünenbaum, knapp werden.

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