25 neue Flüchtlinge für Halver

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Am Bahnweg befindet sich eine Flüchtlingsunterkunft, die Neuankömmlinge sollen aber direkt in Wohnungen untergebracht werden.

Halver - Im August 2017 kamen zum letzten Mal Flüchtlinge nach Halver. Fast ein halbes Jahr später erteilt die Bezirksregierung Arnsberg in Absprache mit der Stadt Halver wieder eine Zuweisung – dieses Mal kommen 25 Flüchtlinge.

Ab dem 12. Februar werden die Menschen in Fünfergruppen ankommen. Das heißt, dass pro Woche fünf Flüchtlinge der Stadt zugewiesen werden. In der Woche ab dem 12. März kommen also die letzten fünf. Das erklärte Thomas Gehring, Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste der Stadt. 

Bei den Flüchtlingen insgesamt müsse zwischen zwei Personengruppen unterschieden werden. „Es gibt die Flüchtlinge, die sich noch im Verfahren befinden, und die, die anerkannt sind oder unter dem subsidären Schutzstatus stehen“, sagt Gehring. Das bedeutet, dass den Menschen in ihrem Herkunftsland ein ernsthafter Schaden droht und sie den Schutz ihres Landes nicht in Anspruch nehmen können. 

Von der ersten Gruppe befinden sich laut Gehring derzeit 104 Flüchtlinge in Halver. „Damit haben wir die vorgegebene Quote mit 97 Prozent erfüllt“, erklärt er. 119 Flüchtlinge der zweiten Personengruppe gibt es außerdem in der Stadt. Da liegt die Quote aktuell bei 66 Prozent. 

Daher erteilt die Bezirksregierung nun die 25 neuen Zuweisungen für diese Gruppe. Die anerkannten Flüchtlinge oder die mit dem subsidären Schutzstatus sind laut der Wohnsitzzuwendungsverordnung des Landes NRW dazu verpflichtet, 36 Monate lang in einer Kommune zu sein. 

Wohnraum am Kirchlöher Weg

Die Stadt bemüht sich daher aktuell um ausreichend Wohnraum, der auch 36 Monate lang genutzt werden kann. „Die Flüchtlinge kommen nicht in eine normale Unterkunft, sondern idealerweise direkt in einen entsprechenden Wohnraum“, sagt Gehring. Beispielsweise stehen am Kirchlöher Weg noch einige Wohnungen zur Verfügung. Außerdem gebe es auch in Oberbrügge noch Angebote. 

Die Schwierigkeit bei der Suche sei, dass die Stadt erst kurz vorher erfahre, was für Menschen kommen – ob Familien mit oder ohne Kindern, Paare oder Alleinstehende. Wenn kein passender Wohnraum zur Verfügung stehen sollte, kommen die Flüchtlinge vorübergehend in der Flüchtlingsunterkunft am Bahnweg unter. „Das ist aber nicht das Ziel“, sagt Gehring.

Einige Halveraner Bürger beteiligen sich ebenfalls an der Suche nach Wohnraum. „Ab und zu kommen Anrufe mit Angeboten“, sagt Gehring. Allerdings müssen die Wohnungen den vorgegebenen Kriterien entsprechen. Menschen, die Wohnraum zur Verfügung haben, können sich direkt bei Thomas Gehring unter Tel. 0 23 53 /7 31 50 melden. Ob die Wohnung geeignet ist, kann dann geklärt werden.

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