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Schluss mit den Pooltest: Neue Teststrategie ab heute an Halvers Grundschulen 

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Von: Sarah Lorencic

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Zwei Schüler beim Lollitest
Ab 28. Februar entfallen die Lolli-Tests an den Grundschulen in NRW. © Privat

Ab heute gibt es an den Grundschulen keine Pooltests mehr. Das wird entlasten, heißt es seitens der Schulleitung

Halver – Als eine „Erleichterung“ für die Schulen sieht Monika Lauterbach das Ende der Pool-Tests an Grundschulen. So haben die Testungen selbst und auch die Rücktestungen bei einem positiven Fall in einer Klasse sehr viel Zeit in Anspruch genommen – auf Kosten des Schulunterrichts. Zudem kam es immer wieder zu großen Unsicherheiten innerhalb der Familien. „Aufgrund der Situation in den Laboren kann nach wie vor nicht verlässlich garantiert werden, dass eine Auflösung positiver PCR-Pooltests zeitnah erfolgt. Wir haben daher Vorsorge getroffen, um die mit der Pool-Testung verbundenen Unsicherheiten nun zu beenden“, heißt es in der Schulmail des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) vom 17. Februar.

Grundsätzlich seien die PCR-Tests zwar sensitiver, sagt die Leiterin der Lindenhofschule, aber die Lage entspanne sich nicht nur insgesamt, sondern auch an den Schulen. „Die Pools sind eigentlich immer negativ“, sagt Lauterbach. Nur noch vereinzelt gebe es positive Fälle. „Die Lage an den Schulen hat sich deutlich verändert“, ist die Schulleiterin froh und zieht den Vergleich zu der Zeit nach den Weihnachtsferien, die bis in den Januar für viele positive Fälle und Spannungen an den Schulen führte.

Tests machen jetzt die Eltern

Dass die Lage sich wieder entspannt, wirkt sich auch auf die Familien aus, die durch die Quarantänen ihrer Kinder Betreuungsprobleme hatten. Dass das Testverfahren im Ergebnis in vielen Familien zu großen Unsicherheiten im Falle eines positiven PCR-Pooltests geführt hat, sieht das NRW-Schulministerium ebenfalls ein.

Jetzt liegt es in der Hand der Eltern, dass die Kinder dennoch getestet am Unterricht teilnehmen. Drei Mal in der Woche müssen die Schülerinnen und Schüler zuhause getestet werden – montags, mittwochs und freitags. Dafür, dass der Test auch wirklich erfolgt ist, müssen Eltern unterschreiben. Tests gibt es für die Eltern von der Schule. „Positiv getestete Kinder müssen das häusliche Umfeld gar nicht erst verlassen und verringern so das Risiko, andere Personen auf dem Schulweg zu infizieren“, heißt es in der Schulmail weiter. Eine Einsicht, die viele Eltern schon seit längerer Zeit kritisiert haben.

Für Monika Lauterbach ist das in Ordnung, sie vertraut auf die Eltern. „Wir gehen jetzt schon zwei Jahre gemeinsam durch diese Zeit“, sagt sie. „Ich weiß, dass ich dem Großteil der Eltern auch vertrauen kann.“ Mit Blick auf die derzeitige Corona-Lage und die Infizierungen ist es für sie ausreichend sicher in den Schulen, in denen zwar die Pool-Testungen wegfallen, aber sonstige Corona-Regeln vorerst nicht. Für geimpfte und genesene Personen, somit auch Schülerinnen und Schülern, entfällt die Testpflicht ab Montag gänzlich.

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