Die Dorfschulen rund um Halver

Dorfschulen rund um Halver. Im ersten Teil der Serie geht es um die Schule in Anschlag.

Halver - Es gibt sie nicht mehr: die kleinen, ein- bis dreiklassigen Volksschulen, die von den Kindern in den ländlichen Bezirken Halvers besucht wurden.

Der Halveraner Werner Sinnwell hat sich auf die Spurensuche gemacht. Der frühere Lehrer und Konrektor an der Realschule, auch Autor und ein Jahrzehnt städtischer Kulturbeauftragter, trug Namen, Fotos und Anekdoten zusammen. Ob Blitzeinschläge in Bergfeld oder der Präservativautomat in Schwenke – auf 362 Seiten schreibt Sinnwell Zeitgeschichte mit Lokalkolorit nieder. Das Buch erscheint im Bell Verlag und ist erhältlich über den Kö-Shop und im Heimatmuseum zum Preis von 26,50 Euro.

Wo standen diese Schulen? Sie fanden sich in Anschlag, Bergfeld, Bommert, Buschausen, Ehringhausen, Oberbrügge, Glörfeld, Heesfeld, Hohenplanken und Schwenke. Die Gebäude sind größtenteils noch vorhanden, vor allem aber die Erinnerungen vieler ehemaliger Schülerinnen und Schüler an ihre Schulzeit, an Lehrer und Mitschüler, knarrende Schulbänke, bullernde Kanonenöfen, an endlose Wanderungen und erlebnisreiche Fahrten, Feste und Feiern, beschreibt Sinnwell in seiner Zusammenfassung.

Einige dieser Schulen hatten ihren Ursprung vor mehr als 200 Jahren, als die Einrichtung einer Schule mehr oder weniger dem Zufall überlassen war, als man abfällig von „Heck- oder Winkelschulen“ sprach.

Doch diese Schulen entwickelten sich im Laufe der Zeit in den Dörfern zu kulturellen und sozialen Mittelpunkten. Hier führte es die Menschen aus den Dörfern bei vielen Gelegenheiten zusammen. Im Zuge der Reform des Volksschulwesens wurden die meisten von ihnen im Jahr 1968 aufgelöst.

In einer achtteiligen Serie wird der Allgemeine Anzeiger in den kommenden Wochen diese nicht vergessene Schullandschaft vorstellen.

Teil 1: Mittwoch in der Druckausgabe des Allgemeinen Anzeigers

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