Modernisierung von Wanderwegen

QR-Codes für Wanderwege - so hilft das Smartphone

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Das Netz der Fernwanderwege wird neu ausgezeichnet und neu beschildert, auch in Halver.

Halver - Wer mit offenen Augen durch den Wald geht, hat sie vielleicht schon entdeckt: die schwarzen Schilder mit weißer Schrift, die Wanderern den Weg weisen. Auch in Halver gibt es einige davon.

Seit etwa anderthalb Jahren ist der SGV-Hauptverein dabei, sein Netz an Fernwanderwegen neu auszuzeichnen. Tausende Wegekilometer werden am Ende neu beschildert sein – und zwar nicht nur mit dem klassischen weißen X und der jeweiligen Wegenummer, sondern ab jetzt auch mit zwei QR-Codes. 

Wer mehr über den Weg, die Historie und den Verlauf erfahren möchte, kann nun sein Smartphone vor das Schild halten und den Code scannen. Der zweite Code ermöglicht etwas anderes: Damit kann der Wanderer eine Meldung über den Zustand hinterlassen. Ist der Weg zugewuchert und unpassierbar, interessiert das auch den Hauptverein mit Sitz in Arnsberg, der sich um die Fernwege kümmert. 

Zusätzlich zu den Zeichen gibt es nun zwei QR-Codes.

Nicht zuständig ist man in der Zentrale hingegen für die örtlichen Wanderwege. Hier ist der örtliche SGV zuständig, der die Wanderer mit den lokalen Wegezeichen leitet. Das weiße H im Kreis beispielsweise steht für den mehr als 50 Kilometer langen Rundweg um die Stadt im Grünen. Die nummerierten A-Wege sind in der Regel lokale Rundwege, auf denen sich die Spaziergänger bewegen. 

In der Gesamtlänge beträgt das Wegenetz in Nordrhein-Westfalen insgesamt rund 43 000 Kilometer. Das der SGV bei den Fernwanderwegen zur interaktiven Lösung mit QR-Codes greift, ist dabei nicht ganz uneigennützig. Wenn es hochkomme, würden die zum Teil mehr als 100 Kilometer langen X-Wege alle zwei oder drei Jahre auch abgegangen. 

Viele Bäume sind dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen, somit auch Wegzeichen.

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass man für jede aktuelle Meldung beispielsweise zu fehlenden Zeichen dankbar sei, sagt Judith Grüterich-Hoppe, Koordinatorin für das Wegemanagement im Arnsberger Hauptverein, wo man sich zurzeit auch Gedanken über ein Problem dieses und der kommenden Jahre macht. 

Markierungen sind auch Opfer des Borkenkäfers

Denn der Borkenkäfer hat auch vor den „Markierungsträgern“ des SGV nicht Halt gemacht, was bedeutet, dass die ein oder andere Markierung mit dem Baum schon im Sägewerk gelandet ist. „Wenn es so weitergeht, überlegen wir, an den Wegen auch Pfosten zu setzen“, sagt die Koordinatorin, doch dies sei deutlich aufwendiger und nicht zuletzt auch teurer.

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