Update zum Neubau

Neue Rettungswache an der B229 im MK im Bau - Kosten sind höher

neue Rettungswache, Halver, B229
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Die Erdarbeiten für neue Rettungswache direkt neben der B229 haben begonnen.

Seit Ende Juli wird die neue Rettungswache an der B229 im MK gebaut. Die Kosten fallen inzwischen höher aus, als sie ursprünglich im Jahr 2017 veranschlagt wurden.

Halver – Die Erdarbeiten für die neue Rettungswache in Halver haben begonnen. Im Bau- und Straßenausschuss des Märkischen Kreises, der am Mittwoch im Lüdenscheider Kreishaus tagte, nahm Gebäudemanager Manfred Fischer diesen Neubau in der Regie des Kreises zum Anlass, um den Politikern zu erläutern, warum sich die tatsächlichen Kosten einer solchen Maßnahme im Vergleich zur ursprünglichen Kalkulation mitunter deutlich unterscheiden.

Für die Rettungswache liegt die derzeitige Kostenprognose mit 3,81 Millionen Euro fast genau eine Million über der Summe des ursprünglichen Kreistagsbeschlusses vom 6. Juli 2017 mit 2,83 Millionen Euro. Die Rettungswache befindet sich im Bau, Spatenstich war im Juli 2021.

Dabei handelt es sich bei rund der Hälfte der Mehrkosten um Preiserhöhungen, die sich in den vergangenen Jahren ergeben haben. So würden für die Kalkulation von Baukosten der Baupreisindex zugrunde gelegt. Dieser lag im 2. Quartal 2017 bei 105,1, im 2. Quartal 2021 aber bei 126. Allein damit erklärt sich ein Anstieg der Kosten für die Rettungswache um mehr als 560 000 Euro auf 3,39 Millionen Euro.

Verschiedene Gründen für mehr Kosten

Dabei verwies Fischer auf die enormen Kostensteigerungen der jüngsten Zeit bei Baumaterialien. So sei für die Dachabdichtung 2017 mit einer Summe von 134 000 Euro kalkuliert worden. Die aktuelle Ausschreibung habe mit rund 265 000 Euro fast die doppelten Kosten ergeben. Knapp 50 Prozent beträgt nach Fischers Erläuterungen die Steigerung von erster Berechnung bis zur Ausschreibung beim Rohbau. Anstatt rund 389 000 Euro schlagen nunmehr fast 575 000 Euro zu Buche.

Weitere Kostensteigerungen hätten sich durch zusätzlich notwendige Maßnahmen beziehungsweise veränderte Rahmenbedingungen ergeben. So sei von einem 3000 Quadratmeter großem Grundstück ausgegangen worden. Das nun nunmehr erworbene Grundstück sei aber 7500 Quadratmeter groß, was einen Mehraufwand für Herrichten, Erschließung, Erdarbeiten und Außenanlagen von 250 000 Euro bedeutet. Hinzu kommen noch Auflagen aus der Baugenehmigung, die erfüllt werden müssen, sowie Kosten für Gutachten, eine Fotovoltaik-Anlage und Bodenverbesserungen, die in der Anfangsplanung nicht vorgesehen waren. Das macht noch einmal rund 217 000 Euro aus.

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