Grünpflege und Kampf gegen den Leerstand

Neue Pläne für den Kiosk am ZOB

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Für den Kiosk am ZOB steht die Stadtverwaltung mit mehreren Interessenten im Gespräch.

Halver - Mitarbeiter des Baubetriebshofs haben die Bäume und Büsche hinterm Kiosk am ZOB beschnitten - und erfreuten damit eine Anwohnerin. „Nun haben die Wildpinkler und Kiffer kein Versteck mehr“, schrieb sie bei Facebook. Auch das Problem mit dem Leerstand des Kiosks könnte bald gelöst sein.

Klaus Ostermann erklärte gegenüber come-on.de: Es gab keinen besonderen Hintergrund. Wir haben turnusmäßig die Grünanlage beschnitten.“ Der Bauhof habe nicht aufgrund von Beschwerden die Umlage hinterm ehemaligen Kiosk geschnitten. „Wir werden die Fläche noch mulchen und dann sieht sie wieder schön aus“, sagt Ostermann. 

Eigentlich geht es in erster Linie jedoch darum, dass die Äste und Sträucher nicht auf den Gehweg wuchern. „Jetzt haben wir wieder zwei bis drei Jahre Luft.“ Aber Ostermann gibt zu: „Es scheint einen positiven Nebeneffekt zu haben“, sagt der Leiter des Bauhofs, der den Beitrag bei Facebook gesehen hat. 

Hinweisen wird nachgegangen

Die Kommentare auf den Beitrag erwecken den Eindruck, dass der „Schandfleck“ als Treffpunkt durchaus bekannt ist. „Sag bloß, die treffen sich heute noch da“, fragt ein ehemaliger Halveraner. 

Die Polizei hat jedoch darüber keine Kenntnis. „Vielleicht haben Anwohner selbst etwas gesehen oder mal mitbekommen“, sagt Polizistin Silke Hentschel, und schließt die Vermutung nicht aus. „Wir haben jedoch keine Anrufe oder Beschwerden erhalten.“ 

Anwohner freuen sich über die Grünpflege. "Jetzt haben 'Wildpinkler' und 'Kiffer' kein Versteck mehr."

In dem Beitrag bedankt sich die Nutzerin bei Bürgermeister Michael Brosch. So sei die Grünpflege schon seit einem Jahr im Gespräch gewesen, aber erst jetzt umgesetzt worden. Bürgermeister Brosch bestätigt, dass er den Hinweis bekam – es ist aber nicht der einzige. „Wir gehen Hinweisen nach, wenn Bürger uns darauf aufmerksam machen.“ Die Stelle hinterm ZOB sei jedoch beim Ordnungsamt nicht sonderlich bekannt und kein Schwerpunkt. 

Zentrale Stellen, zu denen auch der ZOB gehört, werden vom Bauhof zwar routinemäßig, aber zudem intensiver gepflegt als eigentlich üblich. „Ich kann die Anwohnerin verstehen. Der Pflegebedarf ist da, und wir wollen ein erneutes Zuwuchern fortan verhindern. Vor allem damit dieser Ort erst gar kein Schwerpunkt wird.“ 

Neue Pläne für Kiosk

Nachdem der erste Schritt in Sachen Verschönerung getan ist, hofft die Anwohnerin jetzt noch auf eine Lösung für den Kiosk. „Ich hoffe mit dem Schandfleck passiert auch etwas.“ 

Und tatsächlich. Mit der Pflege der Umlage sind die Pläne für den Kiosk noch nicht abgeschlossen. „Wir sind im Gespräch mit verschiedenen Interessenten“, sagt Bürgermeister Michael Brosch. „Wir hoffen, dass wir im ersten Halbjahr dieses Jahres eine neue Belegung für den Kiosk haben.“ Dadurch würde das Problem der Anwohner gelöst, und parallel ein weiterer Leerstand in der Stadt behoben werden.

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