Grünes Licht aus der Politik

Neue Naturwissenschafts-Kita für Halver: Sentiris setzt sich gegen Konkurrenten durch

Kindergarten
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Die neue Kita soll einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt bekommen. Mehrere Bobbycars stehen auf dem Spielplatz eines Kindergartens (Symbolbild).

Die Sentiris gGmbH wird Träger der neuen Kita in Halver am Standort Sternberger Land. Ohne Gegenstimme beschlossen die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses des Märkischen Kreises am Abend für die Übertragung der Aufgaben an die gemeinnützige GmbH. Sentiris hatte als einziger Bewerber versprochen, auf Trägeranteile der Stadt Halver zu verzichten.

Die neue Kita aus dem Gelände rund um das Autohaus Piepenstock an der Hagener Straße soll am 1. August 2023 an den Start gehen. Der Jugendhilfeausschuss des Kreises musste grünes Licht für die Übertragung der Trägerschaft geben, da das Kreisjugendamt über die Kita-Trägerschaften in Halver entscheidet. Halver verfügt über kein eigenes Jugendamt und hat die Aufgaben an den Kreis übertragen.

Mit 555 000 Euro wird die Investition beziffert. An der Hagener Straße muss zuvor noch ein Bebauungsplan erstellt werden, dann folgt ein Neubau. Nach Möglichkeit soll die Kindertageseinrichtung zum Start des Kindergartenjahres 2023/2024, also zum 1. August 2023, ihren Betrieb aufnehmen.

Das Jugendamt des Märkischen Kreises sieht in Halver noch Bedarf für eine Einrichtung mit drei Gruppen und 16 Plätzen für Kinder unter drei Jahren und 39 Plätzen im Ü3-Bereich, wie es in der Vorlage heißt. Der Kreis peilt eine U3-Versorgungsquote von 35 Prozent an. Die Sentiris gGmbH setzte sich in Auswahlverfahren gegen die DRK-Kinderwelt in Altena-Lüdenscheid und Lünen gGmbH, die Lebenshilfe Lüdenscheid sowie die KitaConcept gGmbH mit Sitz in Wuppertal.

Für die Entscheidung zugunsten von Sentiris führten nach Angaben des Kreises inhaltliche wie finanzielle Erwägungen. Vorstellbar sei für den neuen Träger das Vorhalten von Betriebskindergartenplätzen und die Bereitschaft zur Kooperation mit örtlichen Unternehmen. Der neue Träger hatte eine Kita mit einem naturwissenschaftlich-technischen Schwerpunkt vorgeschlagen, welche mit lokal ansässigen Unternehmen kooperieren soll.

Darüber hinaus bestehe die Vorstellung, generationenübergreifende Projekte mit örtlichen Pflegediensten und -einrichtungen umzusetzen. Die Konkretisierung dieser Konzeptideen erfolgt bis zur Fertigstellung der Kita. Neben der inhaltlichen Ausgestaltung wirbt die Sentiris gGmbH zudem mit flexiblen Öffnungs- und geringen Schließzeiten.

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