Neue Moschee: Schritt für Schritt geht’s voran

Da tut sich was: Schon bis Ende des Jahres soll der Anbau fertig sein. Nihat Keles hofft, dass sich hier ein Supermarkt ansiedelt – dank der Mieteinnahmen kann es dann mit dem Umbau der Moschee losgehen. ▪

HALVER ▪ Der Bau der neuen Moschee ist ein Riesen-Projekt. Eines, dass die Mitglieder der türkisch-islamischen Gemeinde noch viel Kraft kosten wird. Und viel Geld. Nach zwei Jahren Planung geht’s jetzt also los.

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Der Fokus liegt jedoch zunächst auf dem Anbau der ehemaligen Firma Gustav Sauer an der Schützenstraße. „Dort soll ein Ladenlokal entstehen, zum Beispiel für einen Supermarkt“, sagt Nihat Keles, zweiter Vorsitzender der Gemeinde. Die 200 Quadratmeter große Fläche soll bis Ende des Jahres bezugsfertig sein – und Geld in die Kasse bringen. „Durch die Mieteinnahmen des Geschäfts und der angrenzenden Werkstatt haben wir dann ein gutes Standbein“, erklärt Nihat Keles.

Erst danach kann es mit dem Ausbau der Moschee losgehen – geplant ist eine Kernsanierung. „Wir machen bis auf die Grundmauern alles neu, auch das Dach.“ Das alles soll zwischen 500 000 und 600 000 Euro kosten. Eine hohe Summe, die der Verein alleine nicht stemmen kann. Nihat Keles: „Wir sind definitiv auf Unterstützung angewiesen.“ Ihr größter Sponsor sei Werner Turck. Er hat das jetzige Moschee-Gebäude an der Marktstraße gekauft und vermietet es an die Gemeinde, bis die neuen Räume fertig gestellt sind.

Dementsprechend hoch ist der Zeitdruck: „Auf Dauer ist es natürlich zu teuer, zwei Gebäude zu unterhalten.“ Einen Teil des Komplexes an der Schützenstraße können die Mitglieder der türkisch-islamischen Gemeinde aber bereits nutzen. Die Jugendlichen treffen sich dort zum Computerspielen und der Imam hat dort eine Wohnung und ein Arbeitszimmer.

Wenn der Umbau komplett abgeschlossen ist, gibt’s dort Lehrräume für Jungen und Mädchen sowie Sozialräume, einen Gebetsraum für die Männer und einen für die Frauen sowie einen 200 Quadratmeter großen Mehrzweckraum. „Zum Beispiel für Feste oder sportliche Aktivitäten“, sagt Nihat Keles. Hinzu kommen Aufenthaltsräume und ein Büro. Hinter dem Gebäude könnte noch ein kleiner Gartenbereich mit Terrasse entstehen.

Bis dahin ist es jedoch noch ein langer Weg. Ein kostspieliger Weg. „Wir hoffen sehr, dass uns einige Halveraner dabei unterstützen werden“, sagt der 37-Jährige. Zum Beispiel Handwerker und Unternehmen oder Sponsoren wie Werner Turck. ▪ Lisa Weber

Wer die türkisch-islamische Gemeinde bei ihrem Großprojekt unterstützen möchte, kann sich mit Nihat Keles unter der Rufnummer 01 73 / 9 02 64 90 in Verbindung setzen.

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