Neue Küche in der Realschule

Karin Turck (2. von rechts) schaut den Schülern beim Kochen über die Schulter und hilft auch schon mal mit.

Halver - Die Realschüler kochen seit dem Beginn des neuen Schuljahres in einer neuen Küche. Die Geräte und Schränke wurden zwar schon vor zwei Jahren angeschafft, aber erst jetzt errichtet.

Von Friederike Domke

Es riecht nach Speck, Zwiebeln und frischem Pfannkuchen. Lukas und Tom schnippeln Porree, Anina und Laura schälen Kartoffeln. In der neuen Schulküche der Realschule herrscht reges Treiben zwischen Töpfen und Pfannen in denen es kocht und brutzelt. Einmal in der Woche erstellen Schüler ab der achten Jahrgangsstufe hier leckere Gerichte.

Angeboten wird der Unterricht an Herd und Kochtopf im Rahmen des hauswirtschaftlichen Lehrangebots der Schule. Und seit Beginn des neuen Schuljahres wird nun in einer neuen Küche gearbeitet. „Das Vorgängermodell war zu alt, über 40 Jahre hatte sie auf dem Buckel“, erklärt Schulleiter Friedhelm Schröder, der immer gern in der Schulküche vorbei schaut, wenn die Jugendlichen neue Rezepte ausprobieren. Der Förderkreis hatte die neue Küche bereits vor zwei Jahren angeschafft, damals konnte sie günstig aus der nunmehr ehemaligen Schalksmühler Realschule übernommen werden. „Sie war praktisch wie neu, gerade einmal drei Jahre war sie dort in Gebrauch.“

Bevor sie allerdings in der Halveraner Realschule in Betrieb genommen werden konnte, mussten in dem Raum unter anderem Leitungen neu verlegt werden. In den Sommerferien war es so weit, und seit einigen Wochen wird nun im Obergeschoss der Realschule fleißig an modernen Geräten gekocht. Ausreichend Stauraum, Ceranfelder und eine große Industriespülmaschine steht den Realschülern nun zur Verfügung.

Das geschieht alles unter den prüfenden Blicken der Hauswirtschaftslehrerin Karin Turck, die den Schülern mit Rat und Tat zur Seite steht und auch schon mal schnell eingreifen kann, bevor die Milch überkocht. „Die Schüler sind mit Begeisterung dabei, ganz egal ob Jungen oder Mädchen“, sagt Karin Turck. Bis zu 20 Schüler können in Teams gleichzeitig kochen – mit ausschließlich frischen Zutaten versteht sich. Schulleiter Schröder freut sich über das Engagement der Schüler: „Hauswirtschaftslehre hat in der Vergangenheit an Bedeutung verloren. Wir wollen das Fach, zu dem weit mehr als nur Kochen gehört, wieder in den Fokus rücken.“

Gestern standen bei den Schülern verschiedene Suppen auf dem Speiseplan, inklusive eines Nachtischs.

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