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Baugenehmigung für neue Kita in Halver ist da 

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Von: Florian Hesse

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Entwurf Neubau KIta Pusteblume
Auf den zwei oberen Etagen spielt sich der Kindergartenalltag ab, in der unteren Etage kommt die Technik unter. © Agentur

Wenn die evangelische Kindertagesstätte Pusteblume am Bächterhof im kommenden Jahr ihren 50. Geburtstag feiert, sind ihre Tage gezählt. Doch dann wächst nur wenige Gehminuten entfernt an der Marktstraße bereits eine neue Pusteblume heran. Größer, schöner und funktionaler.

Halver - Die Baugenehmigung dafür ist da. Nach den Osterferien soll es losgehen. Läuft alles wie erhofft, könnte der Start mit Beginn des Kindergartenjahres 2023/2024 erfolgen. Bauherr ist die Wohnungsbaugesellschaft Halver-Schalksmühle (WHS), die damit ihren ersten Kindergarten baut, wie Geschäftsführerin Dorothee Fruntke sagt. Die Evangelische Kirchengemeinde Halver ist ihr neuer und verlässlicher Mieter.

30 Jahre Laufzeit hätten die Partner vertraglich vereinbart, sagt Heike Esken, Vorsitzende des Presbyteriums der Kirchengemeinde, die Trägerin der stadtzentralen Kita ist.

Fünf Gruppen

Fünf Gruppen – eine mehr als zuvor – werden dann im Neubau Platz finden, davon zwei größere mit 25 Ü3-Kindern, zwei mit 20 Kindern mit jeweils sechs U3-Plätzen. Neu ist eine kleine Gruppe für die ganz Kleinen. Hier gibt es zehn Plätze für Kinder zwischen vier Monaten und vier Jahren.

Drei Stockwerke

Entstehen wird ein insgesamt dreistöckiges Gebäude mit einem Untergeschoss auf Straßenniveau der Markstraße. Dort werden allerdings die benötigten technischen Räume untergebracht. Das Kindergartenleben findet oben statt auf zwei Etagen.

Trumpf wird das große Außengelände mit seinen Spielmöglichkeiten sein, dass die WHS dort zur Verfügung stellt. Dass Kinder bei fast jedem Wetter draußen unterwegs sein könnten, gehöre zum Konzept der beiden Einrichtungen, die die Kirchengemeinde betreibt, betonen Heike Esken und Michaela Leitzbach, die beide Kitas leitet – auch das Spatzennest in direkter Nachbarschaft, das aber mit der neuen Einrichtung nicht verbunden ist.

Bauzeit

Ob sich der ambitionierte Zeitplan halten lässt, hofft Architekt Willi Birrenbach. Doch die Bauzeit lässt sich trotz der Partner aus der Region nicht 100-prozentig versprechen. Industrie und Baugewerbe kämpfen seit Langem mit Problemen, was Material und Lieferzeiten angeht, erklärt der Architekt bei der Vorstellungsrunde am Donnerstag. Das sei auch der Grund, jetzt möglichst zeitnah mit der Baumaßnahme zu beginnen. Es gehe darum, möglichst schnell die Verträge festzuzurren.

Dass man am Standort Bächterhof hätte sanieren und erweitern können, hatte die Kirchengemeinde zuvor fachlich prüfen lassen und war nach dem Befund davon abgerückt. Die nötigen Standards hätten sich dort nicht und wenn doch, nur mit einem nicht darstellbaren Aufwand umsetzen lassen, so das Ergebnis.

Kosten

Was die WHS am Standort Marktstraße in ihre erste Kita investiert, möchte Geschäftsführerin Fruntke nicht sagen. Dafür sei es deutlich zu früh, auch weil die Preise der Auftragnehmer noch gar nicht alle fix seien.

Billig jedenfalls ist ein solcher Neubau nicht, weiß man seitens der Stadt, die als Investor für die neue Awo-Kita am Schulzentrum rund 3,5 Millionen Euro ausgegeben hatte.

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