Sentiris plant zweiten Kindergarten

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Das Archivfoto aus dem Jahr 2012 zeigt im unteren Teil die bestehende Bebauung. Daran anschließen könnte sich die neue Kita.

Halver - Die gemeinnützige Sentiris GmbH treibt Planungen für einen zweiten Kindergarten voran. Der Standort soll am Hälversprung sein.

In direkter Nachbarschaft und quasi als Ergänzung des Hauses Waldfrieden könnte eine zweigruppige Einrichtung entstehen, so die Vorstellung von Sentiris-Geschäftsführer Kristian Hamm. Erste Überlegungen in diese Richtung hatte es bereits im Jahr 2017 gegeben im Zusammenhang mit Erweiterungsplänen des Haues Waldfrieden. Im vergangenen Jahr waren die Planungen allerdings nicht weiter verfolgt worden, weil Sentiris mit der Eröffnungsphase des Kindergartens Wunderland in Oberbrügge komplett ausgelastet war. 

Ausgehend von der Ursprungsplanung gibt es bereits ein fertiges Raumkonzept, das dem Landesjugendamt vorgelegt worden ist. Die Landesbehörde reagierte mit einer sogenannten „Inaussichtstellung“ einer Betriebserlaubnis für den jungen, anerkannten Träger der Jugendhilfe. Gleichzeitig sieht das Jugendamt des Märkischen Kreises, zuständig für die Kinder- und Jugendhilfe für die meisten städtischen Kommunen im Kreis, Verbesserungsbedarf, was die Betreuungssituation von Kindern im Kindergartenalter, insbesondere für die Gruppe der unter Dreijährigen, angeht. 

"Der Bedarf ist auf jeden Fall da."

Vorstellbar ist laut Hamm die Einrichtung zweier Gruppen mit insgesamt 45 Plätzen. In einer Gruppe würden 25 Kinder zwischen drei und sechs Jahren Platz finden. In einer weiteren vom sogenannten Typ I wären es 20 Plätze, darunter sechs für Kinder unter drei Jahren. Zusammen mit einer angedachten Großtagespflege in der Kindervilla neben dem Rathaus, die bis zu neun Kinder unter drei Jahren aufnehmen könnte, wären das im Ergebnis 15 zusätzliche Plätze für kleine Kinder in Halver. 

„Der Bedarf ist auf jeden Fall da“, sagt Hamm mit Blick auf die Versorgungsquote und das Anmeldeverhalten von Eltern für die bereits existierende Kita Wunderland in Oberbrügge. Dort zähle man 18 Anmeldungen auf sechs Plätze im U3-Bereich, bis auf eine Ausnahme alle aus dem Ortsteil. 

Auch der Märkische Kreis berichtet von einer steigenden Nachfrage im U3-Bereich insbesondere bei Kindern unter zwei Jahren. Dies bedeutet in der Folge auch wachsenden Bedarf für Plätze über drei Jahre. Das Konzept sieht einen Neubau vor im unteren Bereich des Geländes zum Hälverbach hin. Ideal sei die Nähe zur Natur und die direkte Nachbarschaft zur Senioreneinrichtung. Kinder wie Bewohner könnten davon profitieren, so die Vorstellung Hamms wie auch von Bernd Lauermann, Leiter des Hauses Waldfrieden. Zudem bestehe auch für Mitarbeiterinnen des Hauses Waldfrieden die Möglichkeit, dort ihre Kinder unterzubringen.

Kristian Hamm von der gemeinnützigen Gesellschaft Sentiris

Wie die Realisierung erfolge, ist noch offen. Es gebe zurzeit verschiedene Möglichkeiten der Förderung, die noch durchzurechnen seien. Eine davon wäre, dass das Haus Waldfrieden als Bauherr auftritt, und die Räume an die Sentiris gGmbH weitervermietet. 

Und eine zusätzliche Option könnte Hamm zufolge auch sein, zweistöckig zu bauen und so Platz zu schaffen für eine zusätzliche Wohngruppe des Hauses Waldfrieden. Architektonisch soll sich die neue Kita an die bestehende Bebauung des Hauses Waldfrieden anlehnen. 

Die Fläche ist im bestehenden Bebauungsplan bereits als „Sondergebiet“ mit der Zweckbestimmung „Alten- und Pflegewohnen/Kinderbetreuung“ ausgewiesen, explizit verbunden mit dem Hinweis auf die Errichtung einer Kindertagesstätte im Osten Halvers. Zunächst erforderlich seien aber Betriebserlaubnis und das Votum des Jugendamtes und der Politik des Märkischen Kreises. Sollte das alles funktionieren wie erhofft, hält Hamm eine Eröffnung der Einrichtung im übernächsten Kindergartenjahr 2020/2021 für durchaus realistisch.

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