Neue Ehrenamtlichkeit im ZWAR-Netzwerk

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Bleiben beieinander: Christine Sendes und Thomas Gehring, denn jetzt geht es darum, in Halver ein ZWAR-Netzwerk zu gründen. ▪

HALVER ▪ Der erste Teil der Arbeit ist mit einigem Erfolg getan. Doch nach der Neustrukturierung der Altentagesstätte zum Bürgerzentrum „Am Park“ soll es weitergehen. Und auch dabei wird Christine Sendes den Halveranern zur Seite stehen. Wie Thomas Gehring, Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste, am Mittwochabend bekannt gab, soll auch in Halver ein ZWAR-Netzwerk (ZWAR = Zwischen Arbeit und Ruhestand) gegründet werden: „Als wir Christine Sendes baten, den Umstrukturierungsprozess für die Altentagesstätte zu begleiten, war dieser zweite Schritt schon Teil des Konzeptes.“

Es ist daran gedacht, im ersten Quartal des nächsten Jahres die ZWAR-Gründung anzugehen. „Welche Schwerpunkte dann gesetzt werden, kann jede Stadt selbst bestimmen“, so Thomas Gehring. Aktuell gibt es in NRW mehr als 123 ZWAR-Gruppennetze mit circa 1150 Gruppen in 48 Kommunen.

Vor dem Hintergrund des Funktionsverlustes der Familie und Individualisierung der Lebensstile im Alter bieten ZWAR-Netzwerke neue soziale Kontakte zu Menschen in gleicher Lebenssituation, neue sinnstiftende Tätigkeiten und Aufgaben sowie eine neue selbst geschaffene und selbst gestaltete soziale Heimat.

ZWAR bietet Menschen ab 50 Jahren in NRW Hilfe zur Selbsthilfe, unterstützt und fördert Partizipation und gesellschaftliches Engagement, fördert Eigeninitiative, Eigenverantwortung sowie Selbstorganisation und schafft Vernetzung und Synergieeffekte.

Das Engagement der ZWAR-Gruppen entspricht dabei mehrheitlich dem Typus der „neuen Ehrenamtlichkeit“. Es ist in der Regel selbst gewählt und projektorientiert, oft zeitlich begrenzt. Die ZWAR-Freunde tun das, was sie gerne machen und sehen deutlich den eigenen Gewinn in Form von Kontakten, Anerkennung und Wertschätzung. Alles in allem dürfte es ein spannender Prozess werden. ▪ Christa Knitter

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