1. come-on.de
  2. Volmetal
  3. Halver

Zu wenig Platz an Schule: Entscheidung zu Pavillons fällt am Mittwoch

Erstellt:

Von: Florian Hesse

Kommentare

Die alten Container müssen weg. Aber die Regenbogenschule hat dringend Raumbedarf. 
Die alten Container müssen weg. Aber die Regenbogenschule hat dringend Raumbedarf.  © Rietschel

Ganze Generationen von Kindern sind über Jahrzehnte durch die Pavillons der Pestalozzi-, jetzt Regenbogenschule geschleust worden. Doch das institutionalisierte Provisorium neigt sich dem Ende zu. Wie man die Raumnot der Schule behebt, entscheiden am Mittwoch die Fachgremien.

Vierter Zug ab August

Hintergrund ist, dass aufgrund der starken Nachfrage die Schule am Hauptstandort ab dem kommenden Schuljahr für voraussichtlich zwei Jahre vier- statt dreizügig geführt werden muss. Doch für die zusätzlichen Klassen wird Platz gebraucht, und zwar sehr kurzfristig. Zum Schuljahresbeginn im August muss eine Lösung stehen. Für eine Erweiterung am Hauptgebäude oder einen Neubau reicht damit die Zeit nicht mehr. Für den Ausschuss für Bildung und Jugend sowie den Ausschuss für öffentliche Einrichtungen liegen am Mittwoch, 17 Uhr, in der Aula der Humboldtschule zur gemeinsamen Sitzung nun drei Varianten zur Entscheidung auf dem Tisch. Die Verwaltung favorisiert in ihrem Vorschlag für den Baubeschluss unverändert die Anmietung zweier Schulcontainer. Die Alternativen wären der Kauf und spätere Wiederverkauf von Containern, die nach Einschätzung der Bauverwaltung die Stadt aber teurer zu stehen kommen würden.

Offenen Ganztag berücksichtigen

Zu berücksichtigen ist bei allen Planungen, dass man sich für die Zukunft nichts verbaut. Das weiterreichende Vorhaben an der Schule wird sein, die räumlichen Voraussetzungen für die Offene Ganztagsschule zu schaffen. Der Rechtsanspruch für Eltern setzt zum Schuljahr 2026/2027 ein – zwar offiziell zunächst für die Kinder, die dann in die erste Klasse kommen, doch auch die älteren Jahrgänge werde man versorgen müssen, überlegt die Schulverwaltung bereits.

Drei Varianten im Gespräch

Zur Entscheidung steht aber zunächst das Raumproblem, für das Architekt Timm Rietschel eine detaillierte Vorlage geschrieben hat:

Variante1: Mögliche Anmietung einer Containeranlage ohne GEG-Anforderung für den Zeitraum von zwei Jahren. Das neue Gebäudeenergie Gesetz (GEG) sieht vor, dass die maximale Standzeit von 24 Monaten bei Containeranlagen nicht überschritten werden darf, jedoch kann eine Verlängerung der Standzeit bis zu einem Jahr beantragt werden. Vorteile bei dieser Variante sind zum einen, dass die Anlieferung, Aufstellen, Montage und späterer Abbau durch den Auftragnehmer zu erbringen sind und zum anderen nur bei Standzeitverlängerung Folgekosten zu erwarten sind. Derzeit zu erwartende Kosten bei einer Standzeit von zwei Jahren: 130 000 Euro.

Variante 2: Möglicher Kauf einer Containeranlage ohne GEG-Anforderung. Vorteile bei dieser Variante sind die mögliche Verkaufsoption der Containeranlage, sobald diese nicht mehr benötigt wird. Nachteil: Das Verkaufsrisiko liegt bei der Stadt. Alternativ kann die Containeranlage auch an einem neuen Standort Verwendung finden. Direkt fällige Kosten bei dem Kauf einer Containeranlage: 190 000 Euro. Abzüglich eines angenommenen Wiederverkaufswert von 24 000 Euro (15 Prozent des Neupreises) kann von Gesamtkosten in Höhe von 166 000 Euro ausgegangen werden.

Variante 3: Unter Berücksichtigung einer mittel- beziehungsweise langfristigen Lösung wurde auch der Kauf einer Containeranlage nach GEG untersucht. Diese Variante ermöglicht eine Standzeit von bis zu fünf Jahren. Je nach Bedarf kann durch den nachträglichen Einbau einer Wärmepumpe die Standzeit verlängert werden. Direkt fällige Kosten bei dem Kauf einer GEG-Variante: 250 000 Euro. Abzüglich eines angenommenen Wiederverkaufswerts von 33 000 Euro kann von Gesamtkosten von 217 000 Euro ausgegangen werden.

Auch interessant

Kommentare