Neue Beleuchtung soll Energie und Geld sparen

+
Otto Lippert installiert die Weihnachtsbeleuchtung schon zwei Wochen früher als üblich.

HALVER ▪ Zwei Wochen früher als üblich wird in diesen Tagen die Weihnachtsbeleuchtung aufgehängt. Und das hat einen Grund: Die Mitarbeiter der Stadtwerke sind anschließend auch an der Elberfelder und Hagener Straße gefragt.

Hier werden 24 Straßenleuchten ersetzt. Die städtischen Investitionskosten in Höhe von 21 000 Euro sollen sich durch Energieeinsparungen innerhalb von sechs bis sieben Jahren amortisieren.

Noch befinden sich in den Straßenlaternen an der Elberfelder und Hagener Straße die im Jahr 1974 eingebauten Lampen. Damals, vor dem Bau der Umgehungsstraße, galten beide Abschnitte als Bundes- beziehungsweise Landesstraßen und mussten entsprechend stärker beleuchtet werden. Mit etlichen Jahren Verzögerung wird die Beleuchtung an den Status einer Gemeindestraße angepasst, erklärt Stadtwerkemitarbeiter Friedhelm Holzrichter. Zugleich werde die neue Technik genutzt, um weitere Energiekosten einzusparen. Bei der Lampentechnik wird im Gegensatz zu den 1970er-Jahren mit Spiegeln gearbeitet, die das Licht besser reflektieren – und auch die Leuchtentechnik spart Strom. Statt 250 Watt sind es nun nur noch 80 Watt. Holzrichter: „Die Ausleuchtung ist dann noch ausreichend und entspricht der Norm.“ Pro Jahr müssten 3000 Euro weniger gezahlt werden. Im Gegensatz zu anderen Straßen in Halver rechne sich die Investition damit bald. „Das sind prädestinierte Strecken, wo sich die Investition für die Stadt schnell amortisiert.“ Außerdem rechne man mit einer jahrzehntelangen Lebensdauer der Leuchtmittel.

Ob Einsparungen bei der Weihnachtsbeleuchtung möglich sind, testen die Stadtwerke in diesem Jahr aus. So wurde ein Teil der Glühbirnen durch LED-Lampen ersetzt. „Die leuchten nicht so schön, doch energieeffizienter“, erklärt Holzrichter. Statt 7 Watt- würden nur 0,4 Watt-Birnen strahlen. Das Problem: „Die Anschaffungskosten betragen das fünffache.“ Und so wird ausgelotet, ob sich eine geringere Ausfallrate als bislang ergibt und die höheren Kosten durch weniger Ersatz und einen geringeren Verbrauch aufgefangen werden kann.

Um die Kosten für die Weihnachtsbeleuchtung sorgt sich auch der Pro Halver-Vorsitzende Ulrich Nockemann. Die Initiative will daher in diesem Jahr erneut versuchen, Spender zu finden, die eine weihnachtliche Stimmung unterstützen.

Diese soll übrigens nicht schon jetzt aufkommen. Auch wenn die Lampen hängen, werden sie erst nach Totensonntag angeknipst. ▪ Marco Fraune

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare