Awo-Kita in Halver

Neuer Standort im Blick für Bau der Awo-Kita

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Der Sportplatz der GTS würde Platz für eine Kita bieten.

Halver - Die Stadt Halver will für die Awo einen neuen Kindergarten bauen. Geeignete Fläche wäre der frühere Sportplatz am Schulzentrum.

Die Arbeiterwohlfahrt sucht zurzeit nach Platz und Ersatz für die Kindertagesstätte Wundertüte an der Weststraße. Dieses Gebäude ist in die Jahre gekommen. Eine Grundsanierung ist wirtschaftlich nicht darstellbar, zudem fehlt Platz. Pläne für einen Neubau in direkter Nähe zwischen Weststraße und der Straße Am Hang hatten sich kurz vor den Sommerferien zerschlagen unter anderem aus planungsrechtlichen Gründen. Investor wäre in diesem Fall die Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle gewesen. 

Jetzt könnte die Stadt selbst in die Bresche springen. Beschlossen ist in dieser Hinsicht aber noch nichts. Der Vorschlag aus der Stadtverwaltung wird als Vorlage für die politischen Gremien auftauchen, die in den kommenden Wochen tagen, als Nächstes der Ausschuss für Kultur, Sport und Soziales am Donnerstag, 12. September, um 17 Uhr im Rathaus (öffentlich). 

Von der Größenordnung her geht es um fünf bis sechs Gruppen plus eine heilpädagogische Gruppe für Kinder mit höherem Förderbedarf. An dieser Stelle besteht Handlungsbedarf für die Awo durch den Wegfall ihrer heilpädagogischen Einrichtung in Schürfelde. Für Kinder aus Halver entfielen damit auch tägliche Fahrten nach außerhalb. 

Schaffung zusätzlicher Plätze

Weiteres Ziel aus Sicht der Stadt und des Märkischen Kreises ist die Schaffung zusätzlicher Plätze. Für Kinder unter drei Jahren liegt die Versorgungsquote in Halver bei 24 Prozent, kreisweit bei 26 Prozent. Der Kreis als Träger der Jugendhilfe plant daher Millioneninvestitionen, um in seinem Einzugsgebiet 251 neue Plätze zu schaffen und die Versorgungsquote mittelfristig auf 35 Prozent zu bringen. 

Die Verwaltung sieht vor diesem Hintergrund „dringenden Handlungsbedarf“ und schlägt nach Bewertung der aktuellen Förderrichtlinien vor, selbst als Investor aufzutreten und den Neubau ohne Investitionsförderung von außen in eigener Regie zu errichten und für den Zeitraum von 30 Jahren an die Awo zu vermieten. Im westlichen Stadtgebiet lebten viele Familien mit Kindern, insofern eigne sich der neue Standort unweit des alten an der Weststraße. 

Der kaum noch genutzte Sportplatz mit Aschebelag biete genug Fläche, eine Kita mit Außenbereichen aufzunehmen. Durch die Nachbarschaft zu den umliegenden Schulen ergäben sich Kooperationsmöglichkeiten im pädagogischen Bereich, heißt es in der Vorlage für Fachausschüsse und Rat. Planungsrechtlich ist das Gelände als Fläche für den Gemeinbedarf festgesetzt mit der Zweckbestimmung „Schulzentrum“. Sie befindet sich im Eigentum der Stadt. 

Zufahrtssituation ist Thema

Die Zufahrtssituation zum Schulzentrum von der Mühlenstraße müsste insgesamt neu geordnet werden. Dazu gehöre auch eine Überplanung des ehemaligen Schulhofes der Ganztagsschule, die neue Möglichkeiten für die Lösung der lange schon bestehenden Schulhof- und Parkplatzprobleme am Anne-Frank-Gymnasium eröffnen würde. Durch die Einbringung eines eigenen städtischen Grundstücks würde sich das Vorhaben auch aus haushalterischer Sicht voraussichtlich als rentierlich darstellen. Mit einem positiven Grundsatzbeschluss des Rates würde die Verwaltung das Projekt beschlussreif vorbereiten mit dem Ziel, dass die Kita zum Kindergartenjahr 2021/2022 in Betrieb gehen würde.

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