Neubaugebiet: Mieses Wetter bremst Bagger aus

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Die Grenzen sind schon lange abgesteckt, derzeit wird mit Hochdruck am Leyer Sonnenschein gearbeitet. Im Oktober soll die Ersterschließung des Geländes abgeschlossen sein.

HALVER - Schweres Gerät bahnt sich seinen Weg durch das noch jungfräuliche Neubaugebiet. Die Arbeiter installieren Versorgungsleitungen, noch lassen sich die künftigen Straßen nur erahnen. Kurzum: Es tut sich was südlich des Waldwegs. Allerdings werden die Arbeiten länger andauern als erhofft.

„Durch das Wetter kam es leider zu Verzögerungen“, sagt Markus Tempelmann, im Rathaus Kämmerer und „Bauleiter“ zugleich. Sollte die Ersterschließung zunächt im September erfolgt sein, verschiebt sich dieser Termin nun bis in den Oktober. Auf eine exakte Woche will sich Tempelmann lieber nicht festlegen - zu oft hat das Wetter den Tiefbauarbeitern bereits einen Strich durch die Rechnung gemacht, als dass sich schon jetzt ein genaues Datum nennen ließe.

Was feststeht, ist indes die Zahl der Grundstücksverkäufe bis dato. „Bereits 25,5 Prozent der Fläche sind veräußert“, sagt Markus Tempelmann. In konkreten Zahlen heißt das: Fast 4000 der insgesamt 15 180 zu vermarktenden Quadratmeter sind verplant - den Besitzer wechseln sie aufgrund der Erbpachtregelung in diesem Neubaugebiet bekanntlich nicht. Die Fläche ist und bleibt Eigentum der Evangelischen Kirchengemeinde Halver, an die ein Erbpachtzins von jährlich 3,03 Euro pro Quadratmeter abgeführt werden muss. Zugleich muss der Häuslebauer der Stadt einen Kaufpreis von 90 bis 115 Euro pro Quadratmeter zahlen - je nach Lage des Bauplatzes.

Insgesamt fünf künftige Immobilienbesitzer am Leyer Sonnenschein hätten sich bereits gefunden, sagte Markus Tempelmann jetzt auf AA-Anfrage. Dabei hätten sich einige Grundstücksgrößen aufgrund der Interessenslage leicht verändert. Wer im südlichen Bereich des Gebiets bauen will, sollte sich laut Tempelmann jedoch nicht mehr allzu viel Zeit lassen: Dieses Areal sei aufgrund seiner Lage besonders beliebt - es grenzt an einen Wald, der Blick ist unverbaubar. Genügend Platz ist natürlich noch vorhanden: Schließlich sucht die Stadt insgesamt 23 Käufer, so dass sich noch 18 ihren Traum vom eigenen Heim südlich des Waldweges erfüllen können.

Geschmack machen soll ihnen seit vergangener Woche eine große Infotafel, die die Stadt am Waldweg errichten ließ. Kämmerer Tempelmann dankte in diesem Zusammenhang dem Autohaus Langenscheid, das entsprechenden Platz auf seinem Grundstück dafür zur Verfügung gestellt hat. Eigentlich hätte die Stadt lieber an der B229 auf die Grundstücke am Leyer Sonnenschein hingewiesen - doch das sei aufgrund der Verkehrssicherheit nicht möglich gewesen, so Markus Tempelmann. Solche Informationsschilder müssten einen Mindestabstand von 20 Metern zur Bundesstraße haben. „Den haben wir nun exakt eingehalten.“

Wer sich nicht nur per Info-Tafel, sondern persönlich über das Baugebiet informieren will, kann das direkt bei Markus Tempelmann tun. Er ist unter der Rufnummer 0 23 53 / 7 31 02 erreichbar.- Frank Zacharias

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