Baubetriebshof Halver

Eine Million Euro für Projekt der Stadt: Neubau für den Bauhof geplant

So soll der neue Baubetriebshof aussehen. Er bleibt an der Elberfelder Straße.
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So soll der neue Baubetriebshof aussehen. Er bleibt an der Elberfelder Straße.

„Es riecht muffig“, ist nur eine von vielen Mängelbeschreibungen für den Bauhof in der Vorlage für den Ausschuss für öffentliche Einrichtungen, der am Donnerstag zusammenkommt. Das Bürogebäude des Baubetriebshofs der Stadt soll für einen Neubau weichen. Die Kosten des Projekts werden grob geschätzt zwischen 980 000 und 1,17 Millionen Euro liegen.

Halver - Wenn alle einverstanden sind, könnte es schnell gehen. Bereits für September kommenden Jahres ist der Beginn der Arbeiten geplant. Im Dezember 2022 könnte alles fertig sein. Die Bandbreite der Kosten berücksichtigt die unklare Kostenentwicklung im Handwerk aufgrund der unbestimmten Pandemielage, heißt es als Erklärung.

Sanierungsbedarf lange bekannt

Dass es notwendig ist, den Bauhof zu sanieren, steht schon lange außer Frage. In einem längeren Prozess ging es unter anderem darum, zu prüfen, ob der Standort an der Elberfelder Straße grundsätzlich geeignet ist, und perspektivisch den zukünftigen Personal- und Fahrzeugbedarf zu ermitteln. Das Ergebnis eines Gutachtens liegt nun vor: Die Personalstärke ist angemessen, der Standort wird nicht infrage gestellt. Ein „dringender Sanierungsbedarf“ wurde ebenfalls festgestellt.

Feucht und schimmelig

Die Räume sind feucht und neigen zur Schimmelbildung, führt Michael Schmidt, Leiter des Fachbereichs Bauen und Wohnen der Stadt Halver, in seiner Vorlage aus. Der Sanitärbereich für Frauen „ist als solcher nicht zu bezeichnen und komplett inakzeptabel“. Unterm Strich sind die Mängel nicht wirtschaftlich zu sanieren. Ein Neubau muss her.

Geplant hat Architekt Karsten Scharfenberg aus Halver. Demnach geht es um einen Neubau als Anbau an das vorhandene Werkstattgebäude, das bleiben wird. Die einzelnen Gebäudekomplexe sollen zu einem Gesamtgebäude werden. Am Ende wird es von oben die Form eines „J“ haben.

So könnte es aussehen

Das Betriebshof-Gebäude wird zweigeschossig als monolithisches Flachdach- Gebäude konzipiert.

Der Eingangsbereich mit transparentem Foyer verbindet mit einer geradläufigen Treppe das Obergeschoss.

An der Durchgangsschleuse sorgt ein „Schwarz + Weiß- Bereich“ für hygienische Bedingungen für darauf angewiesenes Personal.

Ein barrierefreies Unisex- WC liegt zentral im Foyer und steht sowohl dem städtischen Personal als auch Besuchern zur Verfügung.

Über einen von Tageslicht erhellten an das Foyer angrenzenden Gang werden ein Sanitätsraum, ein Archiv und zwei Büros erschlossen.

Im Obergeschoss befindet sich ein Aufenthalts- und Besprechungsraum mit Teeküche. In ihm können auch wiederkehrende erforderliche Schulungen abgehalten werden.

Über den Gang werden die Sozialbereiche erschlossen, die neben einem kleinen Abstellraum eine Damen- Umkleide mit Dusch- und Waschraum und WC, ein Herren-WC, einen Herren- Dusch- und Waschraum sowie eine Herren-Umkleide beinhalten.

Räume erhalten Fenster mit integriertem Sonnenschutz.

Farblich dominieren weiße Fassaden mit anthrazit-farbenen Absetzungen und Applikationen mit orange-farbenen Akzenten.

Energetisch wird das Gebäude mit einer solarunterstützten Warmwasserversorgung und einer Fotovoltaikanlage ausgestattet.

Ausschuss tagt Donnerstag

Die Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen ist öffentlich und findet am Donnerstag, 3. Dezember, um 17 Uhr in der AFG-Aula statt. Maximal zehn Zuhörer sind erlaubt. Wer teilnehmen will, muss sich unter Tel. 0 23 53/7 31 12 im Rathaus anmelden. Eine Mund-Nasen-Bedeckung muss getragen werden.

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