Natur- und Detailaufnahmen

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Die zwölfjährige Sophie versucht, mit ihrer eigenen Kamera die Billardkugeln zu fotografieren.

Halver - Die Blende einstellen, die Belichtungszeit auswählen und mit der Tiefenschärfe arbeiten – all das lernen die Mädchen und Jungen in einem zweitägigen Fotoworkshop mit Grafikdesigner Jens Fehlau, der bis Dienstag im Jugendzentrum zu Gast ist.

Lediglich vier Teilnehmer haben sich für den kostenlosen Workshop im Jugendzentrum (Jugz) angemeldet. Auf Einladung des Jugz kam Fotograf und Grafikdesigner Jens Fehlau nach Halver, um den Jugendlichen den Umgang mit einer Spiegelreflexkamera beizubringen. Zum Beginn des zweitägigen Kurses am Montag stand ein wenig Theorie auf dem Programm.

Die 11- bis 14-Jährigen lernten die unterschiedlichen Einstellungen an den Kameras kennen. Auch, wie sie die Tiefenschärfe einstellen, um das vordere Objekt in den Fokus zu nehmen und den Hintergrund unscharf werden zu lassen, brachte Jens Fehlau ihnen bei.

Schon nach kurzer Zeit durften die Teilnehmer dann selbst ran: „Sie sollen sich zuerst hier im Jugendzentrum ausprobieren“, sagt Fehlau. Danach sind die Mädchen und Jungen draußen unterwegs, um auch in der Natur – zumindest in unmittelbarer Jugz-Umgebung – die Kameras auszutesten.

Mithilfe von selbstgebastelten Reflektoren soll die Beleuchtung verändert werden. „Aus einer goldenen Rettungsfolie oder einer einfachen weißen Leinwand entstehen schnell Reflektoren, die das Gesicht weicher aussehen lassen“, erklärt Fehlau. Und auch die Arbeit mit dem Stativ gehört dazu. Während sich Sophie und Mirco daran versuchen, die Billard-Kugeln in Szene zu setzen, fotografiert Luis aufgestapelte Mühle-Steine.

Vorerfahrungen mit Spiegelreflexkameras haben die vier zwar nicht, Sophie hat aber ihre eigene Kamera mitgebracht. Sie alle interessieren sich für Fotografie und haben Spaß, Neues zu lernen. Sobald die Vollautomatik ausgeschaltet ist – wie auch in dem Workshop – ist das Schwierigste laut Fehlau, bei einem Foto den Fokuspunkt zu finden. Die Serienfotografie könne dabei helfen, da so mehrere Fotos schnell hintereinander geschossen werden. „Da wird dann schon ein scharfes Bild dabei sein“, sagt Fehlau.

Am Dienstag möchte der freiberufliche Fotograf mit den Mädchen und Jungen zur Heesfelder Mühle fahren, um auch dort unter anderem Detailaufnahmen zu machen. Einen ähnlichen Foto-Workshop bietet Fehlau Ende der kommenden Woche auch im Schalksmühler Jugendzentrum an. Neben Natur- und Portraitaufnahmen ist der gebürtige Breckerfelder auch auf Produktfotografie spezialisiert. Sogenannte „lost places“, etwa stillgelegte Fabriken oder verlassene Gebäude, knipst Fehlau ebenfalls.

Von Nathalie Kirsch

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