Nasa-Vortrag am Anne-Frank-Gymnasium

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Nona Cheeks von der US-Raumfahrtagentur Nasa erklärte den Schülerinnen und Schülern des Anne-Frank-Gymnasiums unter anderem, wie Weltraumtechnologie auch für ganz andere Lebensbereichen nutzbar gemacht wird.

Halver - Das Thema Raumfahrt stand am Freitag auf dem Stundenplan am Anne-Frank-Gymnasium, denn mit Nona Cheeks war eine Mitarbeiterin der Nasa zu Gast, um die Arbeit der US-Raumfahrtagentur vorzustellen.

Der Kontakt war über Schülermutter Angela Freimuth zustande gekommen, die Cheeks auf einer Konferenz in den USA kennengelernt hatte und die Nasa-Mitarbeiterin – neben einem ohnehin geplanten Besuch in Bremen – für einen Abstecher ins Sauerland gewinnen konnte. Dem Physikkurs der Oberstufe sowie Siebt- bis Neuntklässlern aus dem bilingualen Zweig erläuterte Cheeks den Aufbau der Nasa sowie deren Vision und Mission: Das Wissen zum Nutzen der Menschheit zu erweitern und innovative Wege zu finden, dieses gesammelte Wissen auf die Erde zu bringen, anwendbar zu machen.

Technologietransfer aus dem Weltall

Genau in diesen Aspekt der Arbeit der Nasa ist auch Cheeks involviert. Sie arbeitet im Nasa Goddard Space Flight Center nahe Washington, genauer in dem Bereich, der sich mit dem Thema Technologie-Transfer beschäftigt. Schon im Vorfeld werde nicht nur Nasa-intern geforscht und entwickelt, sondern dabei mit vielen Partnern auf der ganzen Welt kooperiert.

„Wir bitten Universitäten und Unternehmen um Hilfe bei der Entwicklung eines neuen Weltraumteleskops oder Raumfahrzeugs“, erläuterte Cheeks. Zugleich suche man nach Wegen, die Weltraumtechnologie selbst und die durch sie gewonnenen Erkenntnisse in anderen Bereichen anzuwenden, beispielsweise in der Medizin.

Der komplett englischsprachige Vortrag richtete sich an Oberstufenschüler aus dem Physikkurs sowie an Siebt- bis Neuntklässler aus dem bilingualen Zweig der Schule.

Als eins von zahlreichen Beispielen griff Cheeks die Beobachtung der Ozeanwellen heraus. Die dazu von der Nasa entwickelten Gleichungen, Werkzeuge und Algorithmen ließen sich auch zur Erkennung von Herzrhythmusstörungen anwenden. Andere Nasa-Technologien kämen später der Landwirtschaft zugute, etwa beim Thema Bewässerung, andere erleichterten die Arbeit von Archäologen, und auch bei den Fortschritten in der Telekommunikation spiele Raumfahrttechnologie eine Rolle.

„Momentan besitzt die Nasa weit über tausend Patente“, sagte Cheeks. Manche würden versteigert, andere Startups zur Verfügung gestellt, manche der gesamten Öffentlichkeit (beispielsweise Software) – immer mit dem Ziel, sie weiterzuentwickeln und auf weitere Bereiche anzuwenden.

Cheeks stellte auch mehrere an Schüler gerichtete Programme und Wettbewerbe der Nasa vor und ermutigte die AFG-Schüler dazu, sich zu beteiligen und sich Gedanken zu machen, wie existierende Technologien verbessert werden könnten. Es gebe viele Bereiche, in denen die Nasa die Ideen junger Köpfe brauche, um Lösungen für unterschiedlichste Probleme in der Welt zu finden. „Wir brauchen eure Hilfe.“

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