Närrinnen zur Weiberfastnacht geben alles

Schunkelnde Weiber: Davon gab’s im Pfarrer-Neunzig-Haus jede Menge. ▪ Weber

HALVER ▪ „Wenn die von vorne nicht zwei Pickel gehabt hätte, hätt’ ich sie von hinten angesprochen.“ Ein wenig jenseits der Gürtellinie zelebrierten die katholischen Frauen Weiberfastnacht im Pfarrer-Neunzig-Haus. Zumindest ab und zu.

Es standen aber nicht nur „lebende Röntgenbilder“ im Fokus: Susanne Rafflenbeul und Bettina van Giesen führten durch ein abwechslungsreiches Programm – und das traf genau den Geschmack der Närrinnen. Ob Hexe, Froschkönig oder Häftling – sie alle waren ziemlich gut drauf.

Mit der Nummer „Halver Helau“ ging’s los: In bayrischen Outfits wirbelten die ersten Akteure über die Bühne. Für Ordnung sorgte dann Achnes Kasulke, norddeutsche Reinigungskraft. Sie habe zugenommen über den Winter – aber wenn sie ins Publikum schaue, sei sie damit ja nicht alleine. Per Teleshopping bestellte sich Kasulke ein Miederhöschen, Modell „Zauberflöte“. Denn wenn sie’s wieder auszieht, gehe der ganze Zauber flöten. Beim Einkaufen wagte sie sich dann in ein Netzhemd: „Kennt ihr Rollbraten?“

Närrische Weiber geben alles!

Nachdem die „fiesen Bakterien“ ihr Unwesen auf der Bühne getrieben hatten, stand eine Koch-Show auf dem Programm. Annemie Nösel hatte sich als Spitzenkoch Lichter die „Venus der Großstadt“ eingeladen: Cindy aus Marzahn alias Uschi Stratmann. Was auf dem Speiseplan stand? Ein altes Rezept von Oma Berta, auf Neudeutsch: „German wings with drunken vegetables.“

Es waren aber nicht nur die üblichen Akteure dabei – auch einige junge Närrinnen wagten sich auf die Bühne. Die Gaga-Girls heizten der Menge mit „Alejandro“ richtig ein – Zugabe inklusive.

Mehrere Stunden dauerte das Programm. „Wir haben mit 20 Frauen seit Anfang des Jahres dafür geübt“, sagte Organisatorin Annemie Nösel. Für die Musik sorgte Marc Giese – er hatte sämtliche Karnevals-Lieder im Gepäck. ▪ Lisa Weber

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