125 Mal an der Nadel

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In über vier Jahrzehnten ein echter Dauergast beim Deutschen Roten Kreuz. Eugen Clever (Bildmitte) kennt nach 125 Blutspenden die Prozedur in der Warteschlange. ▪

HALVER ▪ Angefangen hat es im Jahr 1956, kurz nach seinem 18. Geburtstag. „Vermutlich war das erste Mal am Jugendheimplatz in Halver“, erinnert sich Eugen Clever, der am Dienstag zum insgesamt 125. Mal beim Deutschen Roten Kreuz zur Blutspende erschienen war. „Nach der langen Zeit erinnere ich mich nicht mehr so genau“, ergänzt der heute 71-Jährige. Die Motivation für seine erste Spende war der Wille, aus Eigeninitiative etwas für einen guten Zweck zu tun.

Daraus entwickelte sich für Clever Routine, so dass er jedes Jahr pflichtbewusst viermal beim DRK erschien. Ausnahmen wären aber solche Tage gewesen, wo es aufgrund von schlechtem Wetter ihm nicht möglich gewesen sei zu erscheinen. „Ich hoffe, dass ich im Laufe der Zeit einigen Menschen mit meinem Blut geholfen habe“, sagt Clever. „Vielleicht habe ich damit sogar das ein oder andere Leben gerettet“.

Rückblickend über die fast 44-jährige Spenderzeit habe er ausgerechnet, dass es über 50 Liter Blut sein müssten, die ihm abgezapft wurden. Im September, wenn Clever seinen 72. Erdentag feiert, will er seine „Spenderkarriere“ an den Nagel hängen. Allerdings galt für ihn auch immer der Grundsatz, dass er so lange sein Blut zur Verfügung stellen wird, so lange er vom Arzt „grünes Licht“ erhalten würde. Vielleicht wird man dann doch noch im November beim nächsten Blutspendetermin Eugen Clever wieder in der Warteschlange stehen sehen.

Insgesamt kamen am Dienstag 294 Personen zur Blutspende in der Realschule, davon 20 zum ersten Mal. Die zehnte Spende gaben Helga Bauckhage, Heinz Rust, Jan Degenhardt, Anke Höner und Singil Gürcan ab. Bereits 25 Mal dabei waren Klaus-Dieter Steinbach und Michael Thomas. Zum 50. Mal angezapft wurden Maik Horstmann und Peter Hoffmann. ▪ bf

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