Nach Umweltskandal an der Neye: Wupperverband plant Güllekataster

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Die Langzeitfolgen für die Neyetalsperre nach dem Gülleskandal sind noch nicht abzusehen.

Halver - Der Umweltskandal im März 2015 an der Neyetalsperre wird Auswirkungen auf die Strategie des Gewässerschutzes des Wupperverbandes haben.

Die Einleitung von 1700 Kubikmetern Gülle in die Talsperre und die Folgemaßnahmen waren Thema beim Pressegespräch zum Jahresauftakt des Verbandes, der in der Region 14 Talsperren, 11 Klärwerke, eine Schlammverbrennungsanlage und weitere Anlagen, zum Beispiel Hochwasserrückhaltebecken und Regenbecken betreibt.

Langzeitfolgen offen

Er unterhält rund 2 300 Kilometer Flüsse und Bäche. Die Gülleeinleitung in den Neyebach und die Neyetalsperre habe erhebliche Umweltschäden verursacht. Zwar konnte ein Großteil des Gülle-Wasser-Gemischs aus der Talsperre entfernt und in der Kläranlage Hückeswagen gereinigt werden, doch etwaige Langzeitfolgen für die Talsperre seien noch nicht absehbar.

Gefahrenminimierung im Fokus

Ein zentraler Aspekt sei nun, alles zu tun, damit ein solcher Gülleeintrag in ein Gewässer oder eine Talsperre zukünftig vermieden werden kann. Hier arbeiteten die Talsperrenbetreiber mit Wasserbehörden des Oberbergischen und Rheinisch-Bergischen Kreises und der Landwirtschaftskammer zusammen. In einem Kataster, das die beiden Kreise erstellen, sollen Standorte und Größe von Güllebehältern erfasst werden, so dass eine Einschätzung möglich ist, ob von ihnen ein erhöhtes Risiko für ein naheliegendes Gewässer ausgeht, beispielsweise. durch sehr kurze Fließzeiten zwischen Behälter und Gewässer.

Wenn das Kataster vorliege, könne der Wupperverband diese Informationen nutzen, um im Rahmen seiner Kooperation mit den Landwirten gezielt Maßnahmen zu fördern, die der Risikominderung an Güllebehältern dienen.

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