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Nach mehr als 100 Jahren ist Schluss: Traditionsgeschäft im MK schließt

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Von: Monika Salzmann

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Kortmann Halver
An der Frankfurter Straße geht mit der Schließung des Fachgeschäfts Optik Kortmann eine Ära zu Ende. Doris Kortmann führte das Geschäft fast 50 Jahre gemeinsam mit ihrem Ehemann Michael Kortmann. © Jakob Salzmann

Eine Ära geht zuende: Nach mehr als 100 Jahren schließt ein Traditionsgeschäft für immer seine Türen.

Halver – An der Frankfurter Straße geht eine Ära zu Ende: Am Dienstag schloss das Fachgeschäft Optik Kortmann – vor mehr als 100 Jahren von Franz Schneider gegründet – für immer seine Pforten.

Fast 50 Jahre waren Augenoptikermeister Michael Kortmann und seine Ehefrau Doris den Halveranern in allen Fragen rund ums gute Sehen kompetente Ansprechpartner. Noch im November beim 100-jährigen Jubiläum dachte das Paar nicht ans Aufhören. Nach dem plötzlichen Tod Michael Kortmanns Anfang des Jahres hielt Doris Kortmann das Ladenlokal an der Frankfurter Straße 16 noch in den Vormittagsstunden geöffnet. Vornehmlich „wegen der Passfotos“, wie sie sagt.

Kein Nachfolger

„Weil es keinen direkten Nachfolger gibt, müssen wir unseren Laden leider aufgeben.“ In einem Aushang an den Schaufenstern legt sie ihren Kunden die Gründe für die Geschäftsschließung dar und bedankt sich für deren langjährige Treue. „Mein Ehemann und ich haben Augenoptik Kortmann in den vergangenen 48 Jahren mit großer Freude geführt und möchten uns bei Ihnen für Ihre Treue und den anregenden Austausch bedanken“, heißt es darauf.

Wichtig war ihr, das Geschäft zu einem guten Ende zu bringen. „Mein Ehemann hätte gern weitergemacht.“ Ein Nachfolger, der das Traditionsgeschäft hätte übernehmen wollen, war nicht zu finden.

Das Haus an der Frankfurter Straße 16, dessen Miteigentümerin Doris Kortmann ist, steht nun zum Verkauf. Die Eigentümer seien sich einig, alles andere müsse sich neu finden. Doris Kortmann weiß, dass viele Kunden wegen der Geschäftsaufgabe nach so vielen Jahren traurig sind. „Viele verdrücken sich eine Träne“, sagt sie. Auch ihr fällt der Abschied schwer.

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