Masern in Halver

Masern an der Schule: Fehlende Lehrer nach Impfkontrolle

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Nach dem Masern-Fall am AFG gibt es keine weiteren Erkrankten.

Halver - Anfang März gab es einen Masernfall in Halver: Bei einer 13-jährigen Schülerin wurde der Virus festgestellt. Daraufhin wurden die Impfbücher aller 800 Schüler und der Lehrer kontrolliert. Einige Jugendliche bekamen ein Schulverbot, aber wohl nicht nur die.

Nach der Impfkontrolle am 12. März am Anne-Frank-Gymnasium (AFG) infolge eines Masernfalls durften mehrere Schüler die Schule vorübergehend nicht besuchen. 

Zehn waren nicht geimpft und mussten rund eine Woche zuhause bleiben. 20 weiteren fehlte die zweite Impfung. Nun wurde bekannt, dass auch mehrere Lehrer nicht unterrichten durften. Den Vorwurf, dass es deswegen viel Unterrichtsausfall gegeben habe, weist die Schule jedoch zurück. 

Eltern kritisieren Unterrichtsausfall

Genau diese Kritik äußern Eltern von AFG-Schülern gegenüber des Allgemeinen Anzeigers. Zehn Lehrer hätten wegen fehlenden Impfschutzes nicht unterrichten können, sodass viel Unterricht ausgefallen sei, lautet der Vorwurf. „Es ist nicht viel Unterricht ausgefallen“, sagt dagegen Meike Kümper, stellvertretende Schulleiterin des AFG. „Bei uns wurde weitestgehend alles vertreten. Nur im äußersten Notfall ist der Unterricht ausgefallen.“ 

Am Montag, 11. März, als der Masernfall gemeldet wurde, sowie am Dienstag danach, dem Tag der Untersuchung durch das Gesundheitsamt des Märkischen Kreises, seien in der Tat Schüler früher nach Hause geschickt worden, erklärt Kümper: „Das war der Organisation, der Untersuchung und diesem bisher einmaligen Vorfall an der Schule geschuldet.“ 

Bei der Untersuchung wurden die Impfbücher sämtlicher AFG-Schüler kontrolliert. Zehn Schüler mussten daraufhin, da sie keinen Impfschutz nachweisen konnten, bis zum 21. März die Schule nicht besuchen. 20 weitere sollten sich nachimpfen lassen. Laut Kreissprecherin Ursula Erkens ist im Übrigen kein weiterer Masernfall am AFG in Halver gemeldet worden. 

Alle Schüler wieder im Unterricht

Inzwischen können alle betroffenen Schüler wieder die Schule besuchen, sagt Erkens auf Nachfrage unserer Zeitung. Doch auch bei einigen Lehrern fehlte offenbar ein gültiger Impfstatus, weswegen sie sich – entweder bei der Kontrolle des Gesundheitsamts beziehungsweise bei ihren Hausärzten – untersuchen ließen. „Es gab Lehrer, die nicht in den Unterricht gehen konnten“, bestätigt Kümper. Zur Zahl der betroffenen Lehrer mochte sich die stellvertretende Schulleiterin nicht äußern, betont aber: „Es war nicht so, dass zehn Lehrer zwei Wochen ausgefallen sind. Definitiv nicht.“ 

Die Lehrer hätten sich auf ihren Impfschutz hin untersuchen, impfen oder den Schutz auffrischen lassen. Dies habe aber unterschiedlich lange gedauert, je nachdem, wie schnell sie einen Arzttermin bekommen konnten und Ergebnisse von Laboruntersuchungen verfügbar waren, erklärt Meike Kümper. Bei manchen habe es nur einen Tag, bei anderen mehrere Tage gedauert. „Die meisten waren innerhalb der ersten Woche wieder da.“

Auch in ihrer Abwesenheit, hätten sie dafür gesorgt, dass die Schüler im Unterrichtsstoff weiterarbeiten konnten. „Die Kollegen haben permanent Aufgaben geschickt“, sagt Kümper. Diese seien dann im Vertretungsunterricht von den Schülern bearbeitet worden. „Unterricht ist nur im Ausnahmefall ausgefallen“, macht die stellvertretende Schulleiterin nochmals deutlich.

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