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Musikschule an neuem Standort

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Von: Florian Hesse

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Musikschule in Halver an neuem Standort.
Wlan, Platz und helle Räume: Die Musikschule ist im Lern- und Begegnungszentrum angekommen. © Florian Hesse

Die Musikschule im Bezirk Halver hat einen neuen Standort. Und damit sind alle Beteiligten zufrieden.

Halver – Ab sechs Monaten kann man Musikschüler in Halver werden. Aber man darf auch älter sein und im hohen Alter einsteigen, selbst ohne Notenkenntnisse. „Bei uns ist jeder willkommen“, sagt Cosima Breidenstein, Leiterin der Musikschule Volmetal. Und jetzt stimmen auch noch die räumlichen Voraussetzungen.

Der Umzug ist geschafft. Die Lindenhofschule ist als Standort Geschichte. Im Lern- und Begegnungszentrum an der Mühlenstraße 2 ist alles gerichtet. Vier eigene, helle und große Räume hat der Standort Halver der Musikschule in der früheren Ganztagsschule bezogen. Drei weitere und das Büro nutzt man gemeinsam mit der Volkshochschule. Dass die Akustik für Trompete genauso taugt wie für die Geige, dafür hat die Stadt Halver mit dem Einbau von schallschluckenden Decken gesorgt.

Jetzt ist alles an seinem Platz

„Wir sind voll handlungsfähig“, sagt auch Elisabeth Manns, Leiterin der Musikschule Halver, nach überstandenen Umzugsmühen. Viereinhalb Minuten dauerte die Fahrt mit dem Treppenlift für die Umzugskartons, und das waren nicht wenige. Die Beine habe sie abends gespürt. Doch jetzt ist alles an seinem Platz, auch die Klaviere, für deren Transport sich der Förderverein engagiert hat. Und weil man zwischendurch merkt, dass noch etwas fehlt, sicherte Vorsitzender Michael Kortmann noch einmal zusätzlich 500 Euro zu.

Komfortabler als der Treppenlift wäre ein Aufzug gewesen, doch den gibt es noch nicht. Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit können den Lift nach Anmeldung beim Hausmeister nutzen, doch der Einbau eines richtigen Aufzugs ist vorgesehen. Neben der Verfügbarkeit von schnellem Wlan ist die Barrierefreiheit ein ganz zentraler Vorteil gegenüber den Räumen in der Lindenhofschule, die barrierefrei nicht erreichbar waren.


Musikschule in Halver an neuem Standort.
Das Team (v.l.): Maren Petrat (Verwaltung), Elisabeth Manns (Leiterin Halver), Michael Kortmann (Vorsitzender Förderverein) und Cosima Breidenstein (Leiterin Volmetal). Musikschule in Halver an neuem Standort. © Florian Hesse

Die Fortschritte und Vorspiele der jüngeren und älteren Schüler fehlen seit Monaten in Halver, bedauert Kortmann, weil die Stadt kammermusikalisch doch alle Möglichkeiten biete für Veranstaltungen bis zu 40 Zuhörern. Im Kulturbahnhof steht ein Flügel, in der Villa Wippermann das frühere Klavier der Familie Turck. „Gerade die Vorspiele haben uns allen sehr gefehlt“, stellt Cosima Breidenstein mit Blick auf die Pandemie-Situation fest.

Mit vielen Ideen geht‘s nun weiter

Mit sinkenden Inzidenzzahlen soll das anders werden: „Wie Phoenix aus der Asche“ soll sich die Musikschule aus der Corona-Krise erheben, so ihr fester Wille. Mit vielen Ideen will sie die Räume mit weiterem Leben füllen. Ein Inklusionsensemble soll nach den Sommerferien starten, um Menschen mit Einschränkungen Freude und Teilhabe an der Musik möglich zu machen. Man wird Schnupperstunden online buchen können, eine weitere Kooperation mit Schulen ist in Vorbereitung.

Denn was Musikschulen landauf und landab und eben auch in Halver anbieten könnten, sei nicht zu ersetzen. Natürlich gebe es die Ausbildung in der Breite, den ersten ernsthafte Kontakt in die Welt der Musik. Aber nicht zuletzt: Auch die Ausbildung professioneller Musiker und Musikpädagogen finden über die Musikschulen statt, sagt Breidenstein, die stolz ist auf die Bandbreite, die eine dauerhafte Herausforderung bedeute: „Wir sind gleichzeitig Förderschule und Gymnasium. “

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