„Musikalisches Unwetter“ im Rathauspark

HALVER ▪ Endlich hatte das Warten für zahlreiche Rockfans ein Ende: Am Samstag fand das beliebte Midsummer Open Air-Festival im Rathauspark statt. In mittlerweile 8. Auflage feierten Bands, Singer, Songwriter und Fans von 13 bis 22 Uhr ohne Erschöpfung – und trotzten dem, vor allem abends, allgegenwärtigen Nieselregen.

Nachdem Sänger Daniel Martin, auch bekannt als 24HRS, das Festival mit einem seiner gefühlvollen Songs eröffnet hatte, gab es direkt härtere Klänge von „Asking for a surprise“. Mit verzerrten Gesichtern heizten die Halveraner beziehungsweise Lüdenscheider Bandmitglieder ihren Zuhörern ordentlich ein. Zu ihrer Hardcore-Musik lieferten sie ein bewegtes Bühnenprogramm aus Sprüngen, Geschrei und Gerocke. So ließ sich mancher Zuhörer schon am frühen Nachmittag zum aggressiven und exzessiven Tanzen, auch „Moshen“ genannt, verleiten.

Viele Bands waren auch von weiter her angereist. „Arms like Snakes“ aus dem bayrischen Coburg gehören laut Veranstalter „Midsummer Records“ inzwischen zum Urgestein des Festivals und hatten einmal mehr Klänge von Melody-Core bis Punkrock im Gepäck. „Newphoria“ aus Dortmund mit ihren zwei Frontfrauen hingegen begeisterten mit energischem Alternative Rock.

Im Laufe des friedlich verlaufenden Festival-Tags teilten sich unter anderem auch folgende Bands die Bühne: „A Tale of Amity“, „Caleya“, „I am Oak“ und „Poison my Blood“.

Neben Grill- und Getränkeständen gab es auch einen Fanshop, in dem beispielsweise Shirts und Poster der Bands erstanden werden konnten. Als weitere Attraktion galt das so genannte Bühnchen: Eine Mini-Bühne für softere Soloauftritte. Allein mit Gitarre ausgestattet, gab hier Daniel Martin am Nachmittag einige seiner Songs zum Besten und berührte seine Zuhörer mit gefühlvollem Sound und tiefgründigen Texten. Auch „Ghost of a chance“ und Tim Neuhaus traten auf der gemütlichen Bühne auf, die unter einem Pavillon stand.

Als Main-Acts rockten dann „The Hirsch Effekt“ und „The Blackout Argument“ die große Bühne.

„The Hirsch Effekt“ ließ ein „musikalisches Unwetter“ los, das wütende und düstere Klänge hervorbrachte, aber ebenso von Indie-Rock, Progressive Metal und Emocore beeinflusst war. Der eigenwillige Stil veranlasste die Fans zum „Abrocken“ und lockte sie näher an die Bühne.

Den krönenden Abschluss bildeten „The Blackout Argument“, die vor Kurzem die einvernehmliche Auflösung der Band bekannt gegeben hatten. Ihre wenigen letzten Auftritte aber wollen die Bandmitglieder noch einmal richtig genießen und die Fans begeistern. Dies gelang ihnen im Rathauspark bestens. Innerhalb kürzester Zeit sprangen die Fans wild durcheinander und schubsten sich hin und her – der markante Hardcore lud einfach zum „Headbangen“ und „Moshen“ ein. ▪ Von Kristina Köller

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