Von Musik bis zum „Club-Kino“

Katja Douchine kommt wieder in die Tanke.

HALVER ▪ Das Kunstatelier wird wieder zum Konzertraum und erstmals zum „Club-Kino“. Das Atelier Tanke lockt im zweiten Halbjahr mit einem vollen Programm. Bekannte Künstler werden dabei ebenso ihre Visitenkarte abgeben wie ein Duo, das in diesem Jahr bereits einen musikalischen Appetithappen geboten hat. Tanke-Betreiber Marek Tomicki setzt dabei wieder auf kleine, dafür aber exklusive Veranstaltungen.

Den Start macht am 18. September Katja Douchine. Die in Russland geborene Sängerin stand zuletzt vor zwei Jahren in der Tanke auf der Bühne und konnte hier überzeugen. Für dieses Mal verspricht Tomicki ein „musikalisches Theaterstück mit dem ganzen Charme, den Katja Douchine hat“. Teils werden die Gesangseinlagen in russischer Sprache sein, teils in deutscher. „Auch wenn man es nicht versteht, ist es so schön, den Klang wahrzunehmen“, weiß der Tanke-Betreiber.

Eine polnisch-deutsche Mischung wird es dann am 9. Oktober geben. Das Programm von Jolanta Wolters steht unter dem Titel „Eine Frau bin ich“. Die polnische Chansonette soll dabei einen Hauch der 20er-Jahre vermitteln. „Es gibt Lieder von polnischen Poeten“, beschreibt Tomicki das, was die Besucher der Tanke erwarten wird. Die 20er-Jahre sollen zudem ein Stück weit wieder aufleben, samt der großen Damen wie Marlene Dietrich. Wolters gehört zu den bekanntesten polnischstämmigen Chansonsängerinnen in Nordrhein-Westfalen.

„Tongoyim“, ein Duo aus Hückeswagen, will mit „Klezmer-Zigeunermusik“ überzeugen. Am 30. Oktober soll die Musikrichtung Klezmer gemischt mit bulgarischer Folklore zu hören sein. Einen Vorgeschmack gab es in der Tanke bereits in diesem Jahr im Rahmen einer Ausstellung an der Thomasstraße. Statt zwei bis drei Liedern werden diesmal weit mehr geboten.

„Bloody Line – Die Blutspur an Ruhr und Hellweg“ heißt es am 2. November in der Tanke. Hier wird es eine Krimi-Lesung im Rahmen der Reihe „Mord am Hellweg“ geben. Näheres will Tomicki Ende der Woche vorstellen.

Sechs Jahre Atelier Tanke soll am 4. Dezember gefeiert werden. Hierfür laufen die Planungen noch.

Einen Probeballon lässt Marek Tomicki in diesem Jahr steigen. So wird ab September an jedem letzten Donnerstag im Monat der „Kino-Club“ öffnen. In gewohnt gemütlicher Atmosphäre werden Kinofilme gezeigt. Statt Blockbuster gibt es „interessante, wenig bekannte, aber wertvolle Filme zu sehen“, verspricht der Tanke-Betreiber. Den Start macht am 30. September der Episodenfilm „Night on earth“ von Jim Jarmusch, in dem auch Armin Müller-Stahl mitspielt. Filme werden auch am 28. Oktober, 25. November und 30. Dezember über die Leinwand flimmern. „Vier Monate lang ziehe ich das durch und warte die Resonanz ab. Danach wird neu entschieden“, kann Tomicki das Interesse an dieser besonderen Art des Kinos noch nicht einschätzen. ▪ Marco Fraune

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