„Music Fever“: Überzeugende Bands – wenig Gäste

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Tom Beck war der Headliner des Abends.

Halver -  Organisatoren, Veranstalter und die vielen ehrenamtlichen Helfer dürfen sich auf die Schultern klopfen: Das Rock/Popfestival „Music Fever“ am Samstag an der Heesfelder Mühle war rundum mehr als gelungen.

Von Ilka Kremer

Die Location, die Bands, die Gestaltung des Festivalgeländes, das Wetter – alles stimmte. Allerdings hätte die Veranstaltung weitaus mehr Publikum verdient, als die rund 400 Gäste, die gekommen waren.

Der Stimmung tat das aber keinen Abbruch, Spaß hatten alle – egal, ob 16 Jahre jung oder über 50 Jahre alt.

Den Anfang machte der Halveraner Singer/Songwriter Binyo, alias Robin Brunsmeier. Der junge Mann aus dem Heesfelder Tal hatte vier befreundete Musiker mitgebracht und zeigte, welches Potenzial in ihm steckt. Seine akustische Gitarre kombinierte er mit deutschen Texten, die in die Tiefe gehen, und so überzeugte er das Publikum. Binyo erzählte Geschichten aus dem Leben, Geschichten von der Liebe.

X-Factor-Gewinnerin Edita Abdieski rockte die Bühne

Nach einer kleinen Umbauphase folgte tanzbare Musik: Die Coverband „The Club Life“ rockte die Bühne, rockte die Wiese. Anfangs noch etwas scheu, bewegte sich das Publikum nach Hits von One Republik, Clean Bandit, Kings of Leon oder Bruno Mars immer weiter auf die Bühne zu, sang und klatschte begeistert mit. Frontfrau und X-Factor-Gewinnerin Edita Abdieski wechselte sich mit Frontmann und Gitarrist Lambert Blaß am Mikro ab. Sie überzeugte bei Songs von Rihanna oder Gossip mit ihrer Stimmgewalt, er coverte gekonnt Herbert Grönemeyer, Billy Joel oder Enrique Ortiz de Landázuri von den Heroes del Silencio. „Halver! Ihr seid super! Ich liebe euch!“, dankte Blaß den Zuhörern und ging auf Tuchfühlung mit seinem Publikum.

Mit Einbruch der Dunkelheit betrat der Star und Headliner des Abends mit seiner Band „The Horny Honks“ die Bühne: Tom Beck – auf ihn hatten besonders die jungen Mädels in der ersten Reihe gewartet. Locker, im Jeanshemd, mit angesagtem Vollbart und verwegenem Haarschnitt, zog der ehemalige „Alarm für Cobra 11“-Darsteller alle Blicke auf sich. Beck punktete bereits im rund 30-minütigen Soundcheck mit seiner sympathischen, humorvollen Art. Nicht weniger seine Kollegen Gitarrist Till Kersting, Drummer Andreas Latzko und Bassist Robert Lindemann. Die Jungs hatten einfach Spaß.

Tom Beck - auch ein guter Sänger

Und das Publikum auch. Egal ob Country, Rock, Blues, Pop, Soul, Funk – Tom Beck zeigte, dass er nicht nur gut aussieht und schauspielern kann, sondern dass er vor allem ein guter Musiker ist. Tom Beck singt mitreißend, beherrscht Gitarre, Akkordeon und besonders das Piano. „Halver, let’s go! Kommt näher, bewegt euch“, lockte er. Und es war beeindruckend zu sehen, wie er singend und die Hüften schwingend die Bühne rockte, um zwischendurch hockenderweise in die Tasten zu hauen.

Rock/Popfestival "Music Fever" an der Heesfelder Mühle

Auch der softe Beck kam gut an: Spätestens bei „Ich will doch nur, dass du alles bist“ hatte er alle Herzen auf seiner Seite. Selbst der einsetzende Nieselregen vermieste die Stimmung nicht. Zudem präsentierte Beck zu diesem Zeitpunkt mit „Regenjacke“ genau den richtigen Song. „Zieh dir die Regenjacke an und fang endlich an zu leben...“

Nach rund anderthalb Stunden war es dann auch schon vorbei. Beck und die Horny Honks bedankten sich bei den Halveranern mit zwei Zugaben. Eine davon widmete Beck seinem Team von „action concept“: „The Unknown Stuntman von Lee Majors.“

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