Marionetten verbreiten Weihnachtsstimmung

Der Andrang war so groß, dass die aufgestellten Stühle nicht für alle Besucher ausreichten. Das tat der guten Laune – insbesondere bei den Kindern – aber keinen Abbruch. Foto: Salzmann

HALVER - Mit lustigen Musiknummern und biblischen Spielszenen, die die Welt des Alten Testaments anschaulich vor Augen führten, stimmte die Marionettenbühne „Mummenschanz“ jetzt in der Heesfelder Mühle auf die Festtage ein.

Zum Schmunzeln und Innehalten im hektischen Weihnachtstrubel ermunterte das reizvolle Kontrastprogramm, das Mummenschanz, sprich die Familie Andreas Ermster aus Lüdenscheid, Jung und Alt mit ihrem Familientheater bot. Groß war der Andrang zur Weihnachtsvorstellung an vertrauter Spielstätte. Aufgestellte Stühle reichten bei Weitem nicht aus. Viele verfolgten das Spiel stehend von hinteren Rängen aus.

Wie gewohnt, stammten alle Marionetten – wahre Hingucker mit individuellen, unverwechselbaren Zügen – aus der eigenen Kreativwerkstatt der Bergstädter. Die selbst angefertigten Bühnenbilder zeigten die gleiche Liebe zum Detail. Mit spürbarer Freude am gemeinsamen Hobby, Fantasie und Ideenreichtum machten die Ermsters, von spielbegeisterten Helfern unterstützt, die Vorstellung in der Mühle zum charmanten, kurzweiligen Vergnügen.

Mit den Musiknummern, die durchweg heiteren Charakter hatten, zauberten sie Groß und Klein ein Lächeln ins Gesicht. Eine Operndiva, die mit schräger Stimme erheiterte, ein Pianist, dessen Perücke ein Eigenleben führte, und andere Originale gaben sich die Ehre beim heiteren Aufmarsch der Stars und Sternchen, die vergnügt ihre Weisen zum Besten gaben.

Vom Alten Testament zum Weihnachtsgeschehen bauten die Ermsters in den biblischen Spielszenen, die sich um Moses, den Pharao und den Auszug der Kinder Israels aus Ägypten drehten, eine Brücke.

Für Dreharbeiten des ERF (Projekt „Schlafschaf TV“) hatte Mummenschanz die Szenen, die im April ausgestrahlt werden, kürzlich ausgearbeitet und entwickelt. Die Plagen, die den störrischen Pharao und sein Land heimsuchten, malte eine Geräuschkulisse aus.

Der Brückenschlag zum Weihnachtsfest und der Geburt Jesu im Stall gelang durch die Kundschafter, die Moses nach langer Wüstenwanderung der Israeliten ins Land Kanaan aussandte. An der riesigen Traube, die sie von dort mitbrachten, erkannte das Volk das verheißene Land und die Chance auf einen von Gott geschenkten Neuanfang.

Kindgerecht setzte das Ensemble die biblische Geschichte mit Wink auf die Bedeutung des Weihnachtsfests um. Musikalisch trug die Produktion einmal mehr die Handschrift von Andreas Theil.

Von Monika Salzmann

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