Müllsystem: Kritische Stimmen

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Karl-Friedrich Osenberg, brachte die gewonnenen Erkenntnisse zum Abschluss auf den Punkt: „Inwieweit die Effekte sind, muss man nächstes Jahr auswerten.“

HALVER ▪ Die Abschaffung der Müllchips hat gestern im Finanzausschuss erneut zu Diskussionen geführt. Vor allem die von der Verwaltung versprochenen Einsparungen, die sich mit dem neuen Müllsystem ergeben sollten, standen im Mittelpunkt des Tagesordnungspunktes. Bei drei Gegenstimmen von Seiten der Grünen und der UWG stimmte der Ausschuss letztlich aber der Gebührensatzung zu.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Karl-Friedrich Osenberg, brachte die gewonnenen Erkenntnisse zum Abschluss auf den Punkt: „Inwieweit die Effekte sind, muss man nächstes Jahr auswerten.“ Grund dafür sind aktuell noch einmalig für die Umstellung auf das neue Müllsystem anfallende Kosten von 40 000 Euro. Dass diese Summe aber in früheren Sitzungen nicht zur Sprache gekommen sei, bedauerte UWG-Ratsherr Markus Turck.

Und dies war nicht die einzige kritische Stimme, die in Richtung Kämmerer Markus Tempelmann ging, der bekanntlich die Abschaffung des Müll-Systems mit dem Verweis auf hohe Verwaltungskosten forciert hatte. So war es vor allem der Grünen-Fraktionsvorsitzende, der die einmalig anfallenden Kosten und die Systemumstellung insgesamt hinterfragte. Osenberg wollte auch wissen, was Verhandlungen mit dem Entsorger Lobbe gebracht hätten. Hier konnte Tempelmann auf eine drei- statt eine zwölfprozentige Kostensteigerung verweisen. Dass einmalige Kosten für die Umstellung nun zu zahlen seien, begründete Tempelmann mit „vertraglichen Gründen“. „Lobbe hätte es kostenneutral gemacht.“

Mit deutlich höheren finanziellen Belastungen als in diesem Jahr müssen die Bürger beim Winterdienst rechnen. Die Steigerung beläuft sich auf satte 18,3 Prozent. Für den laufenden Meter beträgt der Gebührensatz im nächsten Jahr 1,23 Euro. „Da spielt der harte Winter eine große Rolle“, erklärte der Kämmerer. Die Sommerreinigung wird dafür um 11,1 Prozent günstiger, pro Meter müssen Halveraner Bürger bald 0,48 Euro zahlen. ▪ Marco Fraune

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