Müll und Hundekot in der Friedhofskapelle

Regelmäßig müssen Ulrich Streppel, Friedhofwart, und seine Mitarbeite die Kapelle von Unrat befreien. Besonders Unangenehm: Immer wieder liegen auch Hundehaufen zwischen dem Müll.

Halver - Ulrich Streppel ist verärgert. Immer wieder musste der Friedhofswart in den vergangenen Wochen Müll und Unrat vom evangelischen Friedhof an der Elberfelder Straße entfernen. Besonders betroffen ist die ehemalige Sakristei der alten Friedhofskapelle.

Von Sebastian Berndt

„Eigentlich sollte doch jeder einen Friedhof als würdevollen Ort empfinden“, sagt Ulrich Streppel. „Viele Menschen lassen hier ihre Angehörigen beerdigen und wollen in Ruhe trauern.“ Daher wundere er sich über die Menschen, die ihren Müll auf dem Friedhof liegen lassen. „Das kam früher auch schon mal vor“, erinnert sich Streppel. „Aber in der vergangen Zeit wurde es auffällig mehr“, schildert er seinen Eindruck.

Seine Mitarbeiter und er müssten zunehmend die Kapelle und das Umfeld von leeren Bechern, Flaschen und Verpackungsmüll befreien. „Für manche scheint die kleine Kapelle ein Ort der Geselligkeit zu werden“, sagt Streppel.

Doch eigentlich sei das kleine Häuschen für die Trauernden gedacht, die sich einen Moment auf der Bank ausruhen wollen, oder Schutz vor schlechtem Wetter suchen.

Wann sich die Personen, die für die Verschmutzungen verantwortlich sind, in der Hütte aufhalten, kann Streppel nicht sagen, bisher habe er noch niemanden beobachten können. Auch habe es bisher keine Beschwerden, etwa über Lärm gegeben. Ärgerlich seien nur die Hinterlassenschaften der Besucher.

Verpackungsmüll nicht das Schlimmste

Doch es würde längst nicht bei leeren Bechern und dem Verpackungsmüll bleiben, so Streppel. Immer wieder fände sich auch Hundekot – sowohl um, als auch in der Kapelle. „Dabei haben wir an jedem Eingang Schilder aufgestellt, die darauf hinweisen, dass Hunde unbedingt an der kurzen Leine zu führen sind“, so Streppel.

Keinesfalls möchte der Friedhofswart die Hundebesitzer unter allgemeinen Verdacht stellen: „Viele kommen auch in Gesellschaft ihres Hundes hier her, um eine Grabstätte zu besuchen oder zu pflegen. Und das ist auch in Ordnung.“ Trotzdem sollten eventuelle Hinterlassenschaften dann doch beseitigt werden. Denn es sei auch schon vorgekommen, dass Hundekot auf Gräbern gefunden wurde. Momentan würde sich das Problem aber auf das Umfeld der Kapelle beschränken.

„Ich kann auch nur darum bitten, dass die Besucher sensibel mit diesem Ort der Trauer umgehen, damit Trauernde nicht gestört werden“, so Ulrich Streppel. „Und auch wir haben genug zu tun, als anderer Leute Dreck wegzumachen.“

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