Andacht unter freiem Himmel

Erster Motorrad-Gottesdienst in Halver - an heiß diskutierter K3

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Klaus Reuber (links) hat viele Jahre den MoGo geleitet.

Halver/Valbert - Die Motorrad-Gottesdienste waren ein echtes Markenzeichen des Hauses Nordhelle in Valbert. Jetzt haben sie einen neuen Standort gesucht und gefunden - in Halver-Schwenke an der K3, der viel befahrenen Motorradstrecke, die bei Anwohnern auf wenig Verständnis stößt. 

Sie waren ein echtes Markenzeichen – auch den einen oder anderen Einheimischen ohne Motorrad konnte man dort antreffen. Der Rest der Besucher der Motorradgottesdienste auf dem Gelände der nun ehemaligen evangelischen Tagungsstätte kam von nah und fern. Und das besonders bei gutem Wetter in beachtlicher Zahl und mit ihren schweren Maschinen. 

„Schnell“ kamen so in den vergangenen fast 15 Jahren an den letzten Sonntagen der Monate von April bis September rund 200 bis 250 Gottesdienstteilnehmer zusammen. Doch damit ist es nun vorbei. Die Gottesdienste finden künftig in Halver-Schwenke an der K3 statt. 

Biker’s Church als Veranstalter

Veranstaltet wurde der MoGo, wie er kurz genannt wird, von der 2003 gegründeten Biker’s Church in Westfalen, organisiert von den freiwilligen Helfern um Pastor Klaus Reuber. 

Er, selbst begeisterter Motorradfahrer, hielt bis zum Eintritt in seinen Ruhestand vor gut zwei Jahren die meisten Andachten auf dem Koppenkopf. In der Überzahl unter freiem Himmel, aber wenn das sauerländische Wetter es nicht zuließ auch im Haus Nordhelle. 

Finanzielle Veränderungen

Diese Veranstaltungskonstellation war dadurch begünstigt, dass die Tagungsstätte von den beiden Kirchenkreisen im Märkischen Kreis, Lüdenscheid-Plettenberg und Iserlohn, betrieben wurde. Kosten für den Veranstalter fielen dementsprechend nicht an. 

Mit der Übernahme des Hauses Nordhelle durch die Landhotel Nordhelle Betriebsgesellschaft mbH seit Jahresanfang haben sich die Konditionen aber verändert, wie es heißt. 

„Wir haben uns all die Jahre am Haus Nordhelle wohlgefühlt. Es ist bedauerlich, dass wir die erforderlichen Konditionen nach dem Verkauf insgesamt nicht auf einen gemeinsamen Nenner bringen konnten”, fasst Klaus Reuber im Gespräch mit unserer Zeitung zusammen. 

Neben finanziellen Aspekten spielte auch die langfristige Planungssicherheit für den MoGo an einem angestammten Ort eine Rolle. Hier hätten eventuelle Zukunftspläne für Veränderungen im und auf dem Gelände des Landhauses zur Interessenkollision führen können. Ein Risiko, welches man nicht eingehen konnte und wollte. Und aus der Sicht der Organisatoren erfreulicherweise auch nicht musste. 

Erster Gottesdienst am 28. April

Denn mit dem Gelände der Kirchengemeinde Halver-Schwenke fand sich eine neue Örtlichkeit sowohl unter freiem Himmel als auch notfalls im Gemeindehaus, um dort die Gottesdienste durchzuführen. 

„Unsere Freude über den neuen Standort, an dem wir schon im Vorfeld herzlich aufgenommen und unterstützt wurden, ist sehr groß. Und wir sind sicher, dass die MoGo-Tradition in bewährter Weise fortgesetzt werden kann”, ist sich Klaus Reuber sicher.

Er selbst kommt auch dazu aus dem Ruhestand wieder zurück auf die „MoGo-Piste“. 

Gestartet wird die Reihe am 28. April, also wie üblich dem letzten Sonntag im Monat. Danach folgt allerdings eine Änderung zum ehemaligen Rhythmus. Ab dem 2. Juni heißt es dann: Immer am ersten Sonntag im Monat trifft man sich zum Motorradgottesdienst.

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