Verkehr in Halver

Kreisel an der B229: So könnte der Zeitplan aussehen

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Die Kreuzung von B229 und Hälverstraße könnte mit einem Kreisverkehr entschärft werden, so die Überlegung.

Halver - Ein Kreisverkehr für die hochbelastete Kreuzung von Bundesstraße 229 und Landesstraße 868 nach Schalksmühle durch das Hälvertal gerät zeitlich in Reichweite.

Überlegungen für einen „Kreisel bei Dreschel“, dem früheren Fachhandel für Malerbedarf, reichen schon länger zurück. Inzwischen seien sie ziemlich konkret, sagt Bürgermeister Michael Brosch im Nachgang zu einem Termin beim Landesbetrieb Straßen.NRW von Anfang der Woche. Er halte einen Zeitraum von Mitte 2021 nicht für unrealistisch, sagt Brosch im Gespräch mit uns. 

Bereits im März 2018 hatte er das städtische Interesse für die Verkehrsachse öffentlich gemacht, die für Halver die Anbindung nach Osten an die Autobahn 45 darstellt. Im Juli 2019 hatte die Halveraner CDU zu diesem Thema den Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider eingeladen und den Leiter der Niederlassung Südwestfalen des Landesbetriebs Straßen.NRW, Ludger Siebert. Beide hatten schon beim Sommer-Termin die Notwendigkeit gesehen, die Kreuzungssituation zu entschärfen. 

Zunehmende Belastung durch Pkw und Schwerverkehr

Anlass für die Maßnahme ist die zunehmende Belastung durch Pkw, insbesondere aber durch den Schwerverkehr auf der Ost-West-Achse aus dem Wirtschaftsraum Remscheid/Solingen. Die B229 wird während der Baumaßnahmen an den maroden Talbrücken der A45 in erheblichem Ausmaß als Umgehung genutzt, um die Staustrecken A45 und A1 zu vermeiden. 

Der Verkehrsdruck insbesondere zu Stoßzeiten führt unter anderem zu kritischen Situationen für Abbieger, die von der Hälverstraße aus Schalksmühle kommend in Richtung Lüdenscheid wollen, im fließenden Verkehr aber kaum Lücken finden. Ein Kreisverkehr an dieser Stelle würde das Problem beheben. Wann die Baumaßnahme starten könne, hänge im Wesentlichen vom planerischen Vorlauf ab, schätzt Brosch. Doch im Grundsatz habe sich Straßen.NRW am vergangenen Montag klar für diese Lösung ausgesprochen. Der nötige Grunderwerb ist Brosch zufolge bereits getätigt. 

Positive Aussichten auch auf Radverkehr

Kommt der Kreisel, dürfte das auch positive Auswirkungen für den nichtmotorisierten Verkehr mit sich bringen. Denn bei Neuplanungen von Straßen.NRW wird inzwischen zwingend auch der Radverkehr mit in den Blick genommen. Beim CDU-Termin im Juli hatte CDU-Fraktionschefin Martina Hesse eine Anbindung des Kreisverkehrs für Radler über Mesenhohl in Richtung des Linger Weges ins Gespräch gebracht. 

Unterstützung für eine solche Verbindung hatte Siebert laut Brosch am Montag auch in Hagen zugesichert. Es gehe um einen Weg, der als Wirtschaftsweg auch für landwirtschaftliches Gerät mit einer Breite von 3,50 Meter nutzbar sein könnte, der aber mit Pollern oder Ähnlichem für den Normalverkehr gesperrt bleibe. Eine Parallelstrecke zur B229 für Pkw durchs Wohngebiet müsse ausgeschlossen werden. 

Ein Radweg direkt an der Bundesstraße ist zwischen dem Ortsausgang Halver und Oeckinghausen in der Praxis nicht realisierbar. Auf beiden Straßenseiten ist kein Platz für einen separaten Streifen vorhanden. Der parallele Weg würde den Radverkehr von der Straße nehmen, was einerseits für Sicherheit der Radler und außerdem für einen verbesserten Verkehrsfluss sorgen würde.

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