Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher

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Diplom-Ingenieur Stefan Heinrich hat jetzt in Oeckinghausen seine erste Photovoltaik-Anlage mit einem Batteriespeicher installiert, der den Eigenverbrauchsanteil deutlich erhöht.

Halver - In der Stadt im Grünen gibt es längst eine Reihe von Photovoltaik-Anlagen, die auch auf den Dächern städtischer Gebäude Sonnenstrahlen in Strom umwandeln.

Dabei war es in der Vergangenheit ein Problem und letztlich auch eine Kostenfrage, den Sonnenstrom zu speichern. Nachdem allerdings der garantierte Abnahmepreis auf aktuell 13 Cent pro Kilowattstunde gesunken ist, rückte der Eigenverbrauch immer mehr in den Mittelpunkt, während früher der Strom ins Netz eingespeist wurde.

Wie Diplom-Ingenieur Stefan Heinrich – der jetzt seine erste Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher in Oeckinghausen installiert hat – erklärt, können von einer 4- bis 5-Kilowatt-Anlage meist nur etwa 40 bis 50 Prozents des erzeugten Stroms im eigenen Haus verwendet werden. Nachts scheint nun mal nicht die Sonne, so dass die Energie hinzugekauft werden müsse.

Doch mit einem Batteriespeicher könne der Eigenverbrauchsanteil auf 60 bis 80 Prozent, im Idealfall sogar auf bis zu 90 Prozent gesteigert werden. Die Investition einer Photovoltaik-Anlage, die gegenüber früher deutlich günstiger geworden sind, würde sich dann schneller amortisieren. Weil kein beziehungsweise deutlich weniger Strom – der teurer ist als der Eingespeiste – hinzugekauft werde müsse.

Normalerweise reiche die Stromproduktion einer Photovoltaik-Anlage bis etwa 2 Uhr nachts, rechnet Heinrich vor. Wenn man einen Batteriespeicher – der aus 12-Volt-Blei-Gel-Akkus besteht und rund 850 Kilogramm schwer ist – verwende, verlängere sich die Eigenverbauchszeit bis etwa 5 Uhr. „Die Kunst ist die Steuerung des Batteriespeichers“, sagt der Halveraner, dass man durch solch eine Anlage einen sehr hohen Autarkiegrad erreiche.

Eine 5 Kilowatt-Photovoltaik-Anlage sei rund 35 Quadratmeter groß und koste heute etwa 8000 Euro. Und für den Batteriespeicher, der von der KfW-Bank gefördert werde, würde noch einmal eine Investition in derselben Höhe fällig.

Det Ruthmann

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