Modellbahntage am Wochenende

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Die Veranstalter des MEC Halver freuten sich an beiden Tagen über den großen Besucherandrang.

Halver - Ein Publikumsmagnet mit hoher Zugkraft waren am Wochenende die Modellbahntage des Modelleisenbahnclubs. Schon am Samstag strömten die Besucher in großer Zahl in das Clubhaus am Weißenpferd und bestaunten die beiden Anlagen in den Spurgrößen H0 und 1.

Die spektakulärste Neuerung hing an der Decke. Im Grunde genommen handelte es sich dabei um eine dritte Anlage, die etwas für Puristen ist: Auf Plexiglasträgern „schweben“ die Gleise über den Köpfen der Besucher, und nur der etwas erhöhte Servicebedarf verriet, dass die Strecken der in schwindelnden Höhen verkehrenden Züge dem Miniaturverkehrsminister im H0-Format erst kürzlich abgerungen wurde.

Unter dieser Strecke befindet sich die bunte Welt der großen H0-Anlage. Rechnet man den Maßstab hoch, sind es von oben bis unten weit mehr als 100 Meter. Für ihre große H0-Anlage bedienen sich die Halveraner Modellbahner in ihrer Heimatstadt: Da plätschert ein Springbrunnen in der maßstabsgetreuen Nachbildung der Herpine, die Bahnhöfe von Halver und Anschlag erinnern an die Zeiten, als es dort noch Bahnverkehr gab. Auch traditionsreiche Halveraner Unternehmen haben gute Chancen, hier verewigt zu werden.

Derzeit steht die Geschichte des historischen Zentrums auf der Agenda: André Gedeck baute ein Modell der Nicolaikirche, und nun sind mit ihm Axel Filthaus und Werner Schütze damit beschäftigt, die Umgebung von Halvers ältester Kirche zu rekonstruieren und nachzubauen. Mithilfe eines Innenstadtplans von 1912 und historischer Fotos baute Werner Schütze ein erstes Modell des „runden Eckhauses“, das einst der breiter werdenden Hauptstraße weichen musste.

Noch vorhanden, aber nicht mehr zu retten ist das alte Apothekengebäude, das Werner Schütze ausmaß, um es nachbauen zu können. So gibt es gute Chancen, dass die Nicolai-Kirche mit ihrer einstigen Umgebung in einigen Jahren eine der noch weißen Flächen auf der H0-Anlage füllen kann.

Beliebtes Ziel der Besucher war die „große“ Anlage in der Spurweite 1. Ausgehend von dem liebevoll in Szene gesetzten Bahnbetriebswerk mit seiner Drehscheibe, dem Lokschuppen und der prächtig gealterten Dampflok der Baureihe 38 fuhren die Züge zum Bahnhof Halver und wieder zurück. Und so stiegen die Kinder auf die kleinen Treppchen, schauten in die Modellbahnlandschaften und warteten auf den nächsten Zug.

Tatsächlich waren sie in der Minderzahl – die meisten Besucher waren Erwachsene, und das lag nicht nur daran, dass die Kinder begleitet werden mussten. Eine Modelleisenbahn ist etwas für alle, und das wurde an beiden Tagen deutlich. Der bei den Besuchern beliebte Modellbahnbasar ist donnerstags, 18 bis 19 Uhr, zu den Clubzeiten geöffnet.

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