„Mobiläum“ ein großes Fest für Bürgerbusfahrer

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Keine schlechte Figur machen Halvers Bürgerbusfahrer neben den hölzernen Statuen auf der Landesgartenschau.

HALVER ▪ „Das sind die Leute, die morgens aufstehen, obwohl sie eigentlich liegen bleiben könnten.“ Und von ihnen gab es am Sonntag fast 2000 im Grohe-Forum auf der Landesgartenschau in Hemer, die von Günter Kozlowski, Staatssekretär im Landes-Verkehrsministerium, in seiner Festrede geehrt wurden. Auf dem Gelände der Landesgartenschau wurde Doppel-„Mobiläum“ gefeiert, und zwar 25 Jahre Bürgerbusse in NRW und zehn Jahre Pro Bürgerbus NRW. Ein Treffen dieser Größenordnung hatte es bisher noch nicht gegeben.

Mitten drin auch mehr als 40 Aktive, passive Mitglieder und Freunde des Bürgerbusvereins Halver. Ihr neues Gefährt reihte sich ein unter 80 Bürgerbussen aus ganz Nordrhein-Westfalen, die in ihrer Massierung ein imposantes Bild boten. Ihre intensive Betrachtung regte viele Bürgerbusfahrer zu Gedankenaustausch über Bus-Raffinessen und Technik an.

Insgesamt fahren aktuell 90 Bürgerbusse quer durchs Land. In Schalksmühle fand die fünfte Gründung eines Bürgerbusvereins in NRW statt, in Halver die 15. – die Märker waren also ganz vorn mit dabei.

Als sich die Busse aus Balve und Emsdetten, Kevelaer und Kalletal, Espelkamp, Radevormwald oder Olfen formiert hatten, waren im Grohe-Forum für die Gäste die Tische mit Kaffee und frischen Brötchen gedeckt, von dem „Spardosen-Terzett“ gab es Livemusik, und Mathias Bongard, bekannter Journalist beim WDR, moderierte den Tag mit hintergründigem Witz und viel Lokalkolorit. Er versicherte den Bürgerbusfahrern: „Sie feiern sich an diesem Tag selbst.“ Dies betonte auch Staatssekretär Günter Kozlowski in seiner Ansprache, der den Gewinn für die Gemeinschaft unter verschiedenen Aspekten betrachtete. Ein Präsent gab es für Franz Heckens, Vorsitzender von Pro Bürgerbus NRW.

Hemers Bürgermeister Michael Esken wusste seine Stadt unter Ehrenamts-Gesichtspunkten bestens zu positionieren: „Fast 1000 Einwohner von 38 000 sind ehrenamtlich für die Landesgartenschau aktiv.“

Der „Zauber der Verwandlung“ – so der Name der Landesgartenschau – hat etwa 43 Millionen Euro gekostet und ist auf einer Gesamtfläche von rund 300 000 Quadratmetern errichtet worden. Sich an Himmelsleiter und Himmelsspiegel, Irrgarten, Felsenmeer und Blumenhalle, Stadtterrassen, Park der Sinne, Wasserspielplatz oder Skateanlage zu erfreuen, hatten die Halveraner im Anschluss an den Festakt ausgiebig Gelegenheit.

Am Spätnachmittag wurden für die Bürgerbusfahrer im Grohe-Forum die Tische mit Kaffee und Kuchen gedeckt, und Mathias Bongard verlieh die Preise für die Teilnehmer an einer Schnitzeljagd. Silvia und Jürgen Blankenagel, die die Fahrt der Halveraner organisiert hatten, überreichten in Halver allen Frauen eine Rose – ein Abschieds-Geschenk zum Muttertag. ▪ CK

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