Umfangreiche Sanierungsarbeiten beginnen im September

Ost-West-Achse zur A45 über Monate gekappt: Alle Infos zu Sperrungen der B229

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Auf der Heerstraße dürfte es eng werden, wenn auch Lkw über die L 892 geleitet werden. Möglicherweise wird eine Ampel nötig.

Halver - Im September will der Landesbetrieb Straßen.NRW mit der Deckensanierung der Bundesstraße 229 beginnen. Für Autofahrer aus Halver und den Durchgangsverkehr zeichnen sich erhebliche Belastungen ab.

Die Ost-West-Achse zwischen dem Wirtschaftsraum Remscheid/Solingen über Halver nach Lüdenscheid und zur Autobahn 45 wird über Monate gekappt. Voraussichtlich zum Jahresende sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, so das Ziel.

Jeweils etwa 2 Millionen Euro steckt der Landesbetrieb in die Streckenbereiche Radevormwald-Halver mit etwa sechs Kilometern Länge und nach Osten von Halver bis zur Kuppe vor Ostendorf über etwa 4,2 Kilometer, sagt auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers Andreas Berg, Sprecher von Straßen.NRW in Hagen.

Mitte September geht's los

Mitte September soll der Baustart im Westen an der Stadtgrenze zu Radevormwald bei Linde erfolgen. Auf den drei ersten und mit 600 Metern Länge recht kurzen Bauabschnitten geht es noch ohne Vollsperrung ab: Baustellenampeln lassen Verkehr in beiden Richtungen zu. 

Berührt ist in diesen Abschnitten der Bereich bis zur Einmündung der Kreisstraße 3 (K3) in Schwenke. Der Lkw-Verkehr ab Radevormwald hingegen soll weiträumiger umgeleitet werden über Hückeswagen und Wipperfürth.

Heikler wird es im mit 4 Kilometern längsten Bauabschnitt 4 zwischen Schwenke und der Kreuzung der Landesstraße 528 Richtung Breckerfeld/Hagen. In diesem Bereich kommt es zu einer Einbahnregelung in Richtung Radevormwald. Von Halver aus ist die Nachbarstadt im Oberbergischen Kreis direkt zu erreichen. In der Gegenrichtung aber ist in Schwenke Schluss. Dort wird der Verkehr über die Kreisstraße 3 über Hohenplanken und Anschlag bis zur L 284 umgeleitet, von dort über Bergfeld zur L 528 nach Halver. 

Der fünfte Bauabschnitt erstreckt sich noch von der Einmündung L 528 Breckerfeld bis zur Ampelanlage zur Einmündung der Bundesstraße 229 oberhalb des Kreisels Von-Vincke-Straße. Auch dort kann mit einer Baustellenampel gearbeitet werden. 

Heftig wird es im Westen

Zu weitaus heftigeren Verwerfungen dürfte es aber in Richtung Westen nach Brügge, Lüdenscheid und zur A 45 kommen. Auch dort werden fünf Bauabschnitte gebildet, beginnend oberhalb des Penny-Marktes bis zur Einmündung Ostendorf/Halverscheid. Auf allen Abschnitten wird dort aber unter Vollsperrung für den Durchgangsverkehr gearbeitet. 

„Teilvollsperrung mit Anliegern“ heißt der Fachbegriff laut Andreas Berg. Auch für Rettungskräfte soll die Baustelle während der Gesamtmaßnahme passierbar bleiben. Die ersten beiden Abschnitte liegen noch innerörtlich, der dritte bis zur beginnenden Bebauung auf der rechten Seite, der vierte bis zum Abzweig ins Hälvertal Richtung Schalksmühle (Landesstraße 868). Abschnitt 5 reicht über etwa 1700 Meter bis zur Kuppe an der Schule Ostendorf. 

Umleitung über die Heerstraße

Problem bei diesem Gesamtabschnitt ist, dass der Verkehr komplett aus der Baustelle herausgehalten werden soll. Die Umleitung wird beschildert über die Heerstraße (Landesstraße 892) und damit über Oberbrügge. Die Heerstraße ist allerdings zurzeit nicht für Fahrzeuge mit mehr als 7,5 Tonnen Gesamtgewicht zugelassen. Dieses Verbot soll für die Dauer der Maßnahme aufgehoben werden, sodass auch der Lkw-Verkehr über Oberbrügge abgewickelt werden kann. 

Das wiederum könnte aufgrund der Fahrbahnbreite insbesondere unterhalb der Ortslage Schmidtsiepen in den Kurven eng werden, vermutet man bei Straßen.NRW. Daher soll es dort eine „Engstellenbeschilderung“ und eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h geben. Sollte das nicht ausreichen, komme auch eine Ampelanlage in Frage, sagt Berg. 

Umleitung über Kierspe ausgeschlossen

Eine andere Möglichkeit der Umleitung, dann über Kierspe, scheidet aus, weil auf der B 54 die Eisenbahnbrücke am Ortsausgang mit einer Durchfahrtshöhe von 3,90 Metern nicht für alle Lkw ausreicht. Im Gesamtbündel der Maßnahmen vergeben, aber noch nicht terminiert, ist ein weiteres Vorhaben, dass die B 54, die Volmestraße von Brügge nach Schalksmühle betrifft. 

Für die Erneuerung der Fahrbahndecke wird die Bundesstraße bis Stephansohl zur Einbahnstraße. Der von Hagen beziehungsweise Schalksmühle kommende Verkehr wird für den Zeitraum der Arbeiten über das Hälvertal (L 868) und dann über die B 229 nach Brügge geführt.

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