"Vereinsarbeit ist zu abstrakt"

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Halver - Ideen, Anregungen und Wünsche seiner Mitglieder fragte der Verein „Regionalentwicklung Oben an der Volme“ am Mittwoch bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Kulturbahnhof ab.

Neben der Präsentation aktueller Projekte und der Vorstellung des neuen Freizeit- und Naherholungsbeauftragten für die Leader-Region „Oben an der Volme“ – Ralf Thebrath – standen Mitgestaltungswünsche der Vereinsmitglieder im Mittelpunkt der Versammlung. Vertreter aus den vier Volme-Kommunen Meinerzhagen, Kierspe, Schalksmühle und Halver – darunter auch interessierte Bürger – nahmen an der Versammlung, zu der Kierspes Bürgermeister Frank Emde als Vereinsvorsitzender begrüßte, teil. Durch den Abend führten die beiden Regionalmanagerinnen Friederike Schriever und Susanne Neumann. 

Das Ziel des Vereins, der im April 2016 gegründet wurde, ist die Förderung der Entwicklung in der Region „Oben an der Volme“. Durch die Teilnahme am Förderprogramm Leader ist das auch möglich. Neben dem Regionalmanagement seien bereits fünf Projekte bewilligt worden, erklärten beide. Dazu gehöre unter anderem der Freizeit- und Naherholungsbeauftragten sowie das Projekt Notfalldosen zur Sicherung der bestmöglichen Versorgung der (älteren) Bevölkerung und das Projekt „Center Halver“ zur Standortentwicklung durch Beratung der lokalen Einzelhändler in Verbindung mit den neu entstehenden Geschäften. 

Der bereits entstandene Katalog soll beim Halveraner Herbst Premiere haben. Verschoben worden seien die Projekte Juniormanager, Kultur(en) Pur und Quartierentwicklung Oberbrügge. Als Lüdenscheider, der seine Kindheit im Volmetal verbracht hat und vor diesem Hintergrund eine starke Affinität zur Region besitzt, stellte sich Ralf Thebrath der Versammlung vor. Es gebe in der Region viele Touristikangebote, stellte er fest. Problem sei, dass diese nicht in den Köpfen der Bevölkerung verankert seien. Seine Aufgabe sehe er darin, eine Erlebbarkeit und Zugänglichkeit der Angebote zu schaffen. Leitfaden seiner Arbeit sei das Freizeit- und Tourismuskonzept von 2014. Unter anderem sehe dies vor, thematisierte Rundwanderwege auszubauen. Vorerst auf vier Jahre ist Thebraths Stelle befristet. Wie bei der Versammlung zu erfahren war, ist überdies eine Erweiterung der Lokalen Aktionsgruppe als Entscheidungsgremium für die Region angedacht. 

„Der Verein denkt darüber nach, die Lokale Arbeitsgruppe um vier Personen zu erweitern“, berichteten die Regionalmanagerinnen. Als Anregungen für eine mögliche Mitarbeit der Vereinsmitglieder brachten beide das Bereisen der Region, Exkursionen zu gelungenen Projekten, Fachvorträge zu relevanten Themen und gemeinsame gesellige Unternehmungen ins Spiel. In kleinen Gruppen erarbeiteten die Mitglieder eine Vielzahl von Ideen zur Belebung des Vereins. Die Anregung, an größeren Veranstaltungen in der Region teilzunehmen, um als Verein bekannter zu werden, gehörte dazu. Ebenso die Idee, Lieblingsplätze zu benennen und dort Veranstaltungen anzubieten. Auch eine „Oben an der Volme“-App und der Wunsch, Leader ins Dorfentwicklungskonzept von Rönsahl einzubinden, standen im Raum. Den Namen des Vereins fanden einige zu abstrakt. „Wir brauchen eine eigene Marke“, sagten sie.

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