Mitglieder sehen Existenz des DRK gefährdet

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Vorsitzender André Trimpop, Dr. Joachim Festl und Jochen Eversmann sowie die anderen DRK-Mitglieder sehen die Exiistenz des Ortsvereins gefährdet, wenn kein adäquates Ausweichquartier gefunden wird.

HALVER - „Wir sind massiv empört“, machen Vorsitzender André Trimpop, Dr. Joachim Festl und Jochen Eversmann vom DRK-Ortsverein Halver deutlich, dass die Existenz des Vereins gefährdet ist, man den Betrieb einstellen müsse, wenn kein adäquates Ausweichquartier gefunden werde.

Zudem sei es ein „katastrophales Zeichen“ für die Mitglieder und besonders auch für die Ausbildung, wenn diese in einem Hinterzimmer stattfinden müsse, während Fahrzeuge und Gerätschaften an weit verstreuten Orten ständen beziehungsweise lagerten. „Es gibt auch eine emotionale Bindung“, verdeutlicht Joachim Festl, dass etwas mehr Spaß mache, wenn man es auch sehen kann. Als man vor fünf Jahren an die Thomasstraße umgezogen sei, habe eine positive Entwicklung im Nachwuchsbereich eingesetzt.

Bekanntlich fällt der DRK-Standort an der Thomasstraße den jetzt vorgestellten Planungen „Quartier Rathaus“ zum Opfer, da Teile beziehungsweise Anbauten des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses abgerissen werden und das DRK ausziehen sollen. Bei allen Entwürfen, bedauerte Vorsitzender Trimpop, sei nie die Nebenlösung, die Integration des DRK, gewählt worden.

Und die Suche nach einem Alternativstandort scheitere schon daran, dass es keine geeigneten Gebäude gebe. Denn das DRK benötigt nicht nur einen Schulungs- und Versammlungsraum (einschließlich sanitärer Anlagen) und Lagermöglichkeiten für die Gerätschaften, sondern Garagen oder Abstellmöglichkeiten für fünf Wagen, darunter befinden sich auch Katastorphenschutzfahrzeuge wie ein 7,5-Tonner.

Aus diesem Grund scheide auch das ehemaligen Feuerwehrgerätehaus an der Susannenhöhe aus, denn dort gebe es nur zwei Garagen. Darüber hinaus würden die Vorlaufzeiten – die Zeit, die benötigt wird, um ein DRK-Fahrzeug zu besetzen, um zu einem Einsatz zu fahren – viel zu lang. Das gelinge nur mit einem Wagen mit Sonderrechten (Blaulicht, Martinshorn), über den natürlich kein Rettungssanitäter oder -assistent privaterseits verfüge. Fünf Minuten nach Alarmierung am Einsatzort zu sein, sei also nicht realisierbar.

Letztlich widersprechen sowohl Trimpop als auch Jochen Eversmann der Aussage des CDU-Ratsherrn Peter Starke, die Unterbringung des DRK im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus an der Thomasstraße sei eine vorübergehende Lösung. „Davon ist nie die Rede gewesen“, betonen beide. Der Notarzt geht sogar noch weiter, da er überzeugt ist, dass das Gebäude nur einen neuen Anstrich benötige und sich in die Planung integrieren lasse. Zumal auch immer die Möglichkeit bestehe, bei größeren Veranstaltung am Rathaus, die Garagen des DRK zu nutzen.

Wenn Fahrzeuge wie Gerätschaften des DRK, wie früher, überall zerstreut wären, sei dies nicht zukunftsfähig. „Bei einem Umzug sind die Sachen in einem Umzugskarton, dann kann man nicht arbeiten“, versuchte Eversmann es plastisch darzustellen. Der DRK-Notarzt erinnerte nicht nur an alte Planungen – beispielsweise sei mal überlegt worden, das Gebäude des Autohändlers Langenscheid für Feuerwehr und DRK zu nutzen – sondern übte auch Kritik an der Regionale. Die Planungen gingen an der Bevölkerung vorbei. Auf der anderen Seite müsse die Stadt 500 000 Euro dafür aufbringen, die sie nicht habe.

Da André Trimpop, Jochen Eversmann und Joachim Festl die Existenz des DRK-Ortsvereins Halver gefährdet sehen, wird das neuerliche Gespräch mit Bürgermeister Dr. Bernd Eicker am Mittwoch nicht das letzte gewesen sein – mit dem Ziel, eine Lösung für das recht komplexe Thema, so der DRK-Vorsitzende, zu finden.

Von Det Ruthmann

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