Ministerin Scharrenbach überreicht Förderbescheid für Vakt-Aktion

+

Halver - Hoher Besuch in den Räumen des Vereins Aktion Kunst Treff, kurz Vakt: Ministerin Ina Scharrenbach stattete den Künstlern einen Besuch ab und überreichte den bewilligten Fördergeldantrag für die „Scheuerpfahl-Aktion“

Bürgermeister Michael Brosch brachte bei der Gelegenheit das Goldene Buch der Stadt Halver mit, in dem sich die Ministerin verewigte. Die NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung im Kabinett Laschet bewilligte den Antrag des Kunstvereins, was für die Realisierung des Projekts natürlich von großer Bedeutung ist. „Wir haben den Antrag im Bereich ‚Heimat-Werkstatt‘ gestellt“, erklärt die Vereinsvorsitzende Karin Schloten-Walther. L

aut Antragsbedingungen fördert das Land NRW „den offenen Diskurs und Kreativprozess […] mit dem Ziel der Bewusstwerdung und Herausarbeitung ihrer lokalen oder regional prägenden identitätsstiftenden Besonderheiten“. Und genau das wird bei dem Projekt umgesetzt. „Das ist eine überregionale Geschichte“, sagt die Vorsitzende, „welche die Städte Meinerzhagen, Kierspe, Schalksmühle und Halver verbinden soll. Der rote Faden dabei ist der Wanderweg X20, der sich von Meinerzhagen bis Halver erstreckt“. 

An diesem Wanderweg entlang sollen 20 der Scheuerpfähle installiert werden, die zuvor von Künstlern bearbeitet wurden und an denen sich sowohl Mensch als auch Tier „reiben“ können – physisch als auch von der künstlerischen Aussage her. Die Umsetzung des Projekts ist mit einigen Kosten verbunden, die durch die Fördergelder des Landes jetzt komplett gedeckt werden können. „Das ist schon eine große Summe“, verrät Vorstandsmitglied Uwe Lassen. „Wir planen mit Kosten pro Pfahl zwischen 2000 und 2500 Euro“. 

Der Besuch der Ministerin kam auch für ihn überraschend. Die Zusage, dass Ina Scharrenbach am Samstag kommt, erfolgte erst Mitte der Woche. Dafür rollte sie pünktlich mit ihrem Chauffeur in der schwarzen Limousine an der Frankfurter Straße vor, wo sie bereits von Bürgermeister Michael Brosch, Ex-Bürgermeister Bernd Eicker, dem stellvertretenden Landrat Detlef Seidel und vielen Vakt-Vereinsmitgliedern empfangen wurde. Der Vertrag für den bewilligten Förderantrag wurde im Rahmen eines kleinen Empfangs auch direkt von Karin Schloten-Walther unterschrieben. Damit ist der Verein nun um genau 49 020 Euro reicher und das Schauerpfahl-Projekt gesichert.

 „Die Künstler werden jetzt nach und nach angesprochen“, erklärt Uwe Lassen die weitere Vorgehensweise. „Es müssen für die Aufstellung auch noch Gespräche geführt werden mit den jeweiligen Grundstückseigentümern.“ Auch eine neue Wanderkarte mit den eingezeichneten Standorten soll erstellt werden. Da im Winter wegen der gefrorenen Böden noch nicht viel gemacht werden kann, sollen ab dem Frühjahr zwei bis drei Pfähle pro Monat aufgestellt werden. 

Laut Karin Schloten-Walter läuft die Förderbewilligung direkt ab Jahresanfang. „Dann müssen wir die 20 Pfähle in einem Jahr schaffen“, blickt die Vorsitzende in eine arbeitsreiche Zukunft. Kunst- und Wanderfreunde können sich jedenfalls im Jahr 2020, in dem der Verein 20 Jahre alt wird, auf 20 Scheuerpfähle am 20 Kilometer langen Wanderweg X20 freuen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare