Grundschüler entdecken die Physik des Alltags

Christian Lepping vom AGV und Schulleiter Bernd Ritschel (hinten, von links) freuten sich über die Begeisterung der Kinder.

Oberbrügge - Optik, Mechanik, Eigenschaften von Oberflächen, Geschwindigkeit: Themen wie diese erkunden die Schüler und Schülerinnen der Grundschule Oberbrügge seit mehr als einer Woche auf eigene Faust. 26 Stationen der Mini-Phänomenta sind noch bis zum kommenden Donnerstag in der Schule aufgebaut.

Gestern Morgen waren es zum Beispiel Jungen und Mädchen aus der Klasse 4b, die sich hochkonzentriert mit den verschiedenen Versuchen beschäftigten. Klassenlehrerin Anja Wohlrath und Lehramtsanwärterin Hanna Palm begleiteten sie dabei. Anleitungen gab es keine - das Ziel der Mini-Phänomenta ist es, dass die Kinder selbst experimentieren und eigene Fragen dazu formulieren.

Schulleiter Bernd Ritschel sagte: „Wir sind froh, dass die Mini-Phänomenta hier ist“, und bedankte sich für die Unterstützung beim Arbeitgeberverband der Metall- und Elektro-Industrie Lüdenscheid. Dieser finanziert die Fortbildung für Lehrer und die Ausleihe der Stationen für heimische Grundschulen. Ziel ist es, Kinder schon früh für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. AGV-Geschäftsführer Christian Lepping überzeugte sich gestern selbst davon, wie gut die Mini-Phänomenta auch in Oberbrügge ankommt. Die Organisation und Vorbereitung hatte Hanna Palm im Rahmen des Sachkunde-Unterrichts übernommen.

Die Kinder aus allen sechs Klassen können nun ausprobieren, ob ein Tischtennisball an der Öffnung einer Glasflasche haften bleibt, wenn sie mit Wasser gefüllt ist, wie Kugeln sich in unterschiedlichen Flüssigkeiten bewegen oder wie schwer eine Holzkugel an einem Stab ist, wenn wann man sie nach oben oder unten hält. Die Fragen und Antworten, die die Schüler selbst entwickeln, werden dann Thema im Unterricht.

Dass die Mini-Phänomenta mit dem heutigen Verkehrssicherheitsstag zusammenfällt, sei zwar so nicht gewollt gewesen, biete nun aber die gute Gelegenheit, den Eltern die Mini-Phänomenta zu präsentieren und vielleicht das eine oder andere Elternteil zu motivieren, einzelne Experimente für die Schule nachzubauen, meint Ritschel. - Bettina Görlitzer

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