Wohnungen, Arztpraxen, Café: Millionenprojekt in Halver

Großprojekt an Elberfelder Straße

Bauvorhaben an der Elberfelder Straße
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An der Elberfelder Straße plant Hans Otto Wellnowski ein Wohnungsprojekt.

Mit einer Investition von rund vier Millionen Euro will der Halveraner Unternehmer Hans Otto Wellnowski die etwa 2600 Quadratmeter große Baulücke zwischen Elberfelder und Hagener Straße schließen. Die Ausgangsplanung reicht bereits mehrere Jahre zurück. 2018 wurde es mit dem erforderlichen Grunderwerb konkret.

Halver - Ob sein Vorhaben zum Tragen kommt, hängt nun an der Zustimmung von Politik und Genehmigungsbehörden. Geben die Fachausschüsse bei der Stadt Halver und der Märkische Kreis als zuständiges Bauamt grünes Licht, könnten vorbereitende Maßnahmen kurzfristig beginnen, hofft der 65-jährige Tiefbauunternehmer, Garten- und Landschaftsbauer.

Was Wellnowski vorhat, dürfte gleich in mehrfacher Hinsicht in die Halveraner Landschaft passen:

Schwerpunkte des Projekts

  • Schwerpunkt des Projekts ist mit zehn Wohneinheiten seniorengerechtes Wohnen, durchweg als Eigentumswohnungen.
  • Geplant sind drei zusammenhängende Baukörper, in der Mitte vier-, an den Seiten zur Elberfelder beziehungsweise Hagener Straße dreigeschossig.
  • Jedes der Gebäude wird über einen eigenen Aufzug erschlossen, der mit einer Tiefe von 2,10 Metern nicht nur barrierefrei ausfällt, sondern auch den problemlosen Transport von Betten in Krankheits- und Notfällen möglich macht.
  • Bewohner der Seniorenwohnungen sollen bei Bedarf Betreuungsleistungen dazu buchen können. Die Bereitschaft, diese Aufgabe zu übernehmen, habe bereits Bernd Lauermann, Leiter des Hauses Waldfrieden, deutlich gemacht.
  • Weiter vorgesehen im Entwurf: rund 440 Quadratmeter Fläche für Arztpraxen oder Therapeuten, erreichbar über die Elberfelder Straße.
  • Fünf weitere Wohnungen innerhalb des Gesamtkomplexes werden errichtet als Mietwohnungen, unter Umständen auch finanziert aus öffentlichen Fördermitteln. Die Stadt hat sich hierfür ein Belegungsrecht gesichert für Inhaber eines Wohnberechtigungsscheins.
  • Für Bewohner der Häuser und der Nachbarschaft sowie Mitarbeiter der benachbarten Betriebe soll im Erdgeschoss zur Elberfelder Straße ein Café eingerichtet werden. Ergänzt würde es um einen Saal, in dem auch größere Trauergesellschaften Platz finden würden.
  • Die Erschließung durch den ÖPNV erfolgt durch zwei Bushaltestellen an den angrenzenden Straßen.

Das städtische Belegungsrecht geht zurück auf den Grundstückskauf im Jahr 2018. Weil die Stadt Halver dabei ein Vorkaufsrecht hätte geltend machen können, habe man sich mit dem Investor auf diese Option verständigen können, sagt dazu Kämmerer Markus Tempelmann bei der Vorstellung des Projekts. Als städtebaulich überaus erfreulich sehe er zunächst die innerstädtische Verdichtung mit der Erschließung der Brache, perspektivisch zudem die Möglichkeit, Ärzten und Therapeuten in Halver gut erschlossene Praxisflächen anbieten zu können, sagt Tempelmann bei der Vorstellung der Planung Ende vergangener Woche.

Kommt an den entscheidenden Stellen Zustimmung und die erforderlichen Genehmigungen, kann Wellnowski ans Werk gehen. Aber er macht auch klar: „Wenn ich keine Unterstützung kriege, lasse ich das sein.“ Denn der Weg zum Wohn- und Ärztehaus war in der Vergangenheit gezeichnet von Rückschlägen, die die Rentabilität in Frage gestellt hätten, schildert der Unternehmer.

Stellplätze gefordert

So war die Ausgangsplanung auf deutlich mehr Wohnraum ausgelegt. Damals hatte er beispielsweise noch von einem erforderlichen Stellplatz pro Wohneinheit ausgehen können. Inzwischen seien es mehr als zwei. Im Ergebnis sind weite Flächen im Erdgeschoss für die Nutzung als Parkplätze überplant worden. Inzwischen sind es in den Plänen, die dem Märkischen Kreis vorgelegt worden sind, noch 43 Stellplätze für Pkw.

Ebenfalls nicht auf dem Plan hatte Wellnowski, dass angesichts der Größenordnung eigentlich 48 Fahrradstellplätze vorzuhalten seien. Die mit dem Kreis abgestimmt Planvariante sieht nun immerhin noch 43 Plätze vor. Und auch einen 60 Quadratmeter großen Spielplatz hatte der Investor zunächst nicht auf der Agenda. Auch ihn musste er auf dem Gelände noch unterbringen. Stück für Stück habe er gemeinsam mit dem Architekten Dirk Eicker die Vorgaben eingearbeitet.

Weitere Wohnbebauung in Halver.

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