MGV: Ständchen vor der Haustür

- Foto: Salzmann

Oberbrügge - Zum „Tag des Liedes“ brachte der Männergesangverein (MGV) Oberbrügge-Ehringhausen am Sonntag den Oberbrüggern ein munteres Ständchen dar. Langjähriger Tradition folgend, machten die Sänger an ausgewählten Standorten Halt, um die Anwohner mit Ohrwürmern aus ihrem breit gefächerten Repertoire zu erfreuen.

Von Monika Salzmann

Nachdem die Route im Vorjahr durch den oberen Ortsteil ging, kamen diesmal die Anwohner im unteren Ortsteil in den Genuss stimmungsvoller, fröhlicher und beschwingter Lieder. „Wir wechseln jährlich“, so Hartmut Clever, 1. Vorsitzender des Chores. Einmal im Jahr – auf wechselnder Route – ziehen die Sänger singend durch die Straßen und halten schöne, alte Tradition in Ehren.

Bis auf einige Urlauber war der Chor vollzählig zum musikalischen Streifzug durchs Dorf angetreten. Gewohnt souverän gab Chorleiter Matthias Ortmann eine flotte musikalische Marschrichtung vor. Zur Freude aller spielte auch das Wetter mit. Bei sommerlich warmen Temperaturen und anfangs strahlend blauem Himmel traten die Sänger, denen der Spaß am Singen deutlich anzumerken war, ihren Weg durch die Straßen an.

Einmal mehr stellte Bio-Bauer Henning Wolf seinen Traktor samt Anhänger für die klingende Reise zur Verfügung. „Er ist ein guter Freund. Immer, wenn wir ihn brauchen, ist er da“, dazu Hartmut Clever. Fast wie im Lied „Hoch auf dem gelben Wagen“ ging’s, mit Henning Wolf als Fahrer, lustig von Station zu Station. Ausgangspunkt des Singens war der Ohler Weg 27, wo der Chor in den Familien Trosien, Woeste und Hoffmann aufmerksame Zuhörer fand. „Wir sind Oberbrügger und dem Verein sehr verbunden“, so die drei Familien, die den Chor bereits erwarteten, übereinstimmend.

Gleichsam als Dankeschön für die Wunschlieder „Mala Moja“, einer bekannten kroatischen Weise, und den Klassiker „Am kühlenden Morgen, wenn alles noch ruht“ gab’s für die Sänger reichlich Applaus und kühle Getränke zur Erfrischung. „Bestimmt seit 20 Jahren“ beginnt am Ohler Weg 27 die Runde durchs untere Dorf.

Überall, wo die Sänger Halt machten, gab’s erfreute Gesichter und ein fröhliches Hallo. Vielerorts luden Erfrischungen zu einer kleinen Rast und einem willkommenen Schwätzchen. Aus Fenstern und Gärten winkten Anwohner dem Chor zu.

Viele bekannte und beliebte Weisen ließen die Sänger bei ihrer Rundreise vom Ohler Weg bis zum Endpunkt Am Nocken aufleben. Mal verfolgten sie augenzwinkernd den Weg des Weins „Aus der Traube in die Tonne“, mal ließen sie den unglückseligen „Bajazzo“ nach seiner Liebsten schmachten oder besangen mit der „Rose“ die Macht der Liebe, die sich wie wildes Wasser durch Felsen zwängt.

Auf ihrer Rundreise überbrachten die MGV-Sänger der Hofschaft Vömmelbach einen musikalischen Gruß. Ebenso den Anwohnern an der Bergstraße, in der Siedlung Loewen, an der Heerstraße, am Burgweg und am Glockenweg sowie in Heedheide. Passenderweise konnten sie dabei auch noch ein Geburtstagskind musikalisch hochleben lassen.

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