Meike Schmidt vertritt die Interessen der Eltern an der Lindenhofschule

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Meike Schmidt ist die Vorsitzende der Pflegschaft der Lindenhofschule in Halver.

Halver - Meike Schmidt ist seit Kurzem Vorsitzende der Schulpflegschaft der Lindenhofschule. „Man kann viel meckern, aber man muss etwas dafür tun, wenn man etwas verändern will“, sagt sie.

Die Interessen von Eltern gegenüber der Schulleitung vertreten, aber auch die Eltern zur Mitwirkung in der Schule zu ermutigen – das sind die Anliegen von Meike Schmidt, seit Kurzem Vorsitzende der Schulpflegschaft der Lindenhofschule.

Sich als Elternvertreterin einzusetzen, ist für Schmidt nicht neu. Schon in der Kita St. Nikolaus arbeitete sie in der Elternvertretung mit, wurde dann Vorsitzende und engagierte sich darüber hinaus im Kita-Elternrat im Märkischen Kreis, der Elternvertretung auf Kreisebene, sowie auf Landesebene als Vorstandsreferentin der Landeselternschaft der Kindertageseinrichtungen NRW. 

Schon Elternvertreterin im Kita-Bereich 

Seit der Schulpflicht ihrer Tochter engagiert sie sich nun in der Schulpflegschaft der Lindenhofschule. Im vergangenen Jahr war sie stellvertretende Vorsitzende, am 1. Oktober dieses Jahres wurde sie nach dem Ausscheiden ihrer Vorgängerin zur Vorsitzenden gewählt. „Dinge voranzutreiben und zum Guten hin zu verändern – das ist es, was mich antreibt“, sagt Schmidt, die als Geschäftsführende Gesellschafterin die Schalksmühler Firma Lumberg leitet. Auch bei vielen andere Elternvertretern sei das Engagement in der Pflegschaft zusätzlich zur hauptberuflichen Tätigkeit. „Vom Grundsatz her finden sich aber immer engagierte Eltern“, sagt Schmidt. 

Die Schulpflegschaft der Lindenhofschule besteht aus den zehn Vorsitzenden der Klassenpflegschaften, die in den einzelnen Klassen gewählt werden. Sie trifft sich zweimal im Jahr in Koordination mit der Schulleitung, sodass im Anschluss an die Sitzung der Pflegschaft und der Wahl des Vorsitzes die Schulkonferenz stattfinden kann, in der die zehnköpfige Schulpflegschaft die Elterninteressen vertritt. Darüber hinaus halten die Elternvertreter per WhatsApp oder E-Mail Kontakt, um sich untereinander abzustimmen. 

Als Pflegschaftsvorsitzende ist Schmidt unter anderem bei der Organisation von Feierlichkeiten – Schulfeste, Pensionierungen von Lehrern – beteiligt, häufig Hand in Hand mit dem Förderverein, so wie aktuell bei der Vorbereitung der Martinsfeier. „Das macht mir auch viel Freude.“ Vor allem ist Schmidt aber Ansprechpartnerin für die Eltern, wenn es Problemfälle gibt, auch wenn das nur wenige seien. Ganz allgemein vertritt sie die Elterninteressen gegenüber der Schulleitung, mit der sie allerdings gut zusammenarbeite. 

„Ich vertrete die Eltern gerne, würde mir aber mehr Feedback von ihnen wünschen“, sagt die Vorsitzende der Schulpflegschaft. Die Menge an Rückmeldungen seitens der Eltern unterscheide sich von Klasse zu Klasse. „Die Herausforderung ist es, die Eltern unter einen Hut zu kriegen.“ Viele wüssten nämlich wenig über ihr Recht auf Mitwirkung. 

Aufklärungsarbeit bei den Eltern 

„Tatsächlich ist Aufklärungsarbeit über die Mitwirkungsmöglichkeiten ein großer Anteil meiner Arbeit, denn viele Eltern können sich da wenig drunter vorstellen“, erklärt die Pflegschaftsvorsitzende. „Dass man am pädagogischen Konzept mitarbeiten und eigene Ideen einbringen kann, ist vielen überhaupt nicht bewusst.“ Gerade an der Lindenhofschule sei das Kollegium sehr offen für Vorschläge aus der Elternschaft. 

Um über die Schulebene hinaus grundsätzlich etwas zu verändern, brauche es viel Idealismus, sagt Schmidt. „Nur für das eigene Kind erreicht man in vier Jahren Grundschulzeit wenig.“ Schmidt hofft, dass sich künftig mehr Eltern beteiligen, denn die Politik sei auf allen Ebenen auf den Input der Eltern angewiesen. Sie könnten zu vielen Themen ihre Wünsche in die Diskussion einbringen, etwa beim Thema Lehrermangel und Quereinsteiger. „Ein weiteres wichtiges Thema ist die Schnittstelle zwischen Kita und Schule. Da muss sich gesetzlich etwas ändern.“ Aktuell entscheide nur der Geburtstag über den Einschulungszeitpunkt, es müssten aber auch andere Möglichkeiten genutzt werden, um die individuelle Schulreife eines Kindes zu beurteilen; beispielsweise könnte man Kinderärzte einbeziehen. 

Schmidt bedauert es zudem, dass die Mitwirkung der Eltern oberhalb der Schulebene – anders als im Kita-Bereich – nicht gesetzlich geregelt ist. Dort werden die Elterninteressen dann durch unterschiedliche Verbände vertreten, wie zum Beispiel die Landeselternschaft Grundschulen NRW, in dem sich auch Schmidt engagieren möchte.

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