Ferienaktionen in 2020

Mehrere Wochen Ferienspaß? Pläne für 2020

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Der MGV Oberbrügge zieht sich nach vielen Jahren aus dem Ferienangebot zurück. Sentiris plant ein Angebot in Oberbrügge.

Halver - Wenn sich alle Beteiligten einig werden, könnte für Kinder in Halver eine mehrwöchige Ferienspaßaktion ins Leben gerufen werden.

Den entsprechenden politischen Vorstoß in diese Richtung unternahm in der vergangenen Woche die Fraktion der Grünen im Ausschuss für Bildung und Jugend. Ihr Antrag, der nun zur Prüfung und Bearbeitung im Halveraner Rathaus liegt, stieß bei der Vorstellung durch Regina Büchmann auf breite Zustimmung im Fachausschuss. Der Ferienspaß sei bewährtes Angebot in der Stadt. 

Aus Kapazitätsgründen könnten jedoch nicht alle interessierten Kinder aufgenommen werden oder die Aktionen würden mangels finanzieller Mittel verkürzt. Daher wolle man den Anstoß geben, darüber nachzudenken, wie ein dreiwöchiges Angebot aufgestellt werden könnte. Sie sei sicher, dass das nötige Potenzial dafür vorhanden sei. 

Vier konkrete Punkte

Vier konkrete Punkte formulieren die Grünen in ihrem Antrag: 

  • die Benennung eines Koordinators. An der Umsetzung des Ferienspaßes seien verschiedene Betreuer beteiligt. Daher sei es sinnvoll, das Angebot terminlich zu koordinieren, um es als kompaktes und ineinandergreifendes Angebot bewerben zu können. 
  • die Ansprache geeigneter Betreuer. Bislang seien es Betreuer der katholischen Kirchengemeinde und der MGV Oberbrügge. Zu klären wäre, wer für die Aufgabe noch in Frage käme, um eine dreiwöchige Betreuung sicherzustellen. 
  • die Aufnahme von Angeboten aus dem Leader-Projekt „Naturerlebnis Oben an der Volme“. Darüber seien interessante Freizeitangebot für Kinder entstanden, die möglicherweise sogar kostenfrei seien. Eine Anfrage an der Heesfelder Mühle habe ergeben, dass dort entsprechend Bereitschaft entstehe. Auch eine Beköstigung sei über die Genussmühle möglich. 
  • die finanzielle Absicherung der Angebote. Obwohl auch Fördermittel des Kreisjugendamtes in Anspruch genommen werden, lebe der Ferienspaß wesentlich vom ehrenamtlichen Einsatz. Zu prüfen wäre, ob darüber hinaus auch eine kostenpflichtige Betreuung beispielsweise mit Honorarkräften erfolgen könnte oder durch ältere Schüler, die dort ein Taschengeld verdienen könnten. 

Der Vorschlag stößt auf Zustimmung

Bitte der Grünen an die Verwaltung ist im Zusammenhang mit dem Antrag eine zeitnahe Prüfung und Bewertung, nach Möglichkeit bis zur Sitzung des Hauptausschusses. Denn wenn die Stadt tatsächlich bereits für das kommende Jahr Geld bereitstellen sollte, müsste das bis zur Verabschiedung des Haushalts in der letzten Ratssitzung des Jahres am 2. Dezember geschehen.

Auch außerhalb der Politik stößt der Vorschlag auf Zustimmung. Das würde die Kinderbetreuung in Halver „auf eine neue Ebene heben“, kommentiert Kristian Hamm, Geschäftsführer der gemeinnützigen Sentiris GmbH, die Idee. In Oberbrügge, wo sich der MGV Oberbrügge-Ehringhausen nach vielen Jahren von diesem Angebot zurückgezogen hat, plant Sentiris als Träger des Kinder- und Jugendtreffs „Die Insel“ ohnehin ein Ferienangebot für voraussichtlich zwei Wochen. Das könnte an die weiteren Maßnahmen angedockt werden, sagt Kristian Hamm spontan auf Nachfrage des Allgemeinen Anzeigers.

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