Mehrheit lehnt Zuschuss ab

Die Mehrheit des Sportausschusses lehnte einen Zuschuss für den Bau eines Kunstrasenplatzes in Schwenke ab.

HALVER ▪ Eigentlich hatte die Sitzung des Sport- und Freizeitausschusses ganz sachlich begonnen: Lothar Winkler hatte gemeinsam mit Steuerberater Marcel Schmidt das überarbeitete – mittlerweile dritte – Konzept für einen Kunstrasenplatz an der Friedrichshöhe vorgestellt und war bei seinen Ausführungen durchweg auf Anerkennung von Seiten der Politiker über die geleistete Arbeit gestoßen.

Doch als es – nach gut zweistündiger Diskussion und dem Abwägen des Für und Wider – auf die Abstimmung zuging, kippte die Debatte und rutschte zwischenzeitlich auf die persönliche Ebene ab. Da war von „Veräppelung“ die Rede, von „Betroffenheit“ und „vermeintlichen Zusagen, die so nicht gemacht wurden“.

Wie berichtet, hatte der Schwenker Verein erneut den Antrag auf einen städtischen Zuschuss für den Bau eines Kunstrasenplatzes gestellt – und zwar in einer Höhe von 150 000 Euro. Bürgermeister Dr. Bernd Eicker hatte diesen unterstützt – vor dem Hintergrund, den dritten großen Fußballverein nicht zu vernachlässigen, seine Zukunft zu gewährleisten und die Infrastruktur in diesem Ortsteil von Halver zu erhalten. Da die Straßenerneuerung in Engstfeld „günstiger“ ausfallen werde als gedacht und einkalkulierte 50 000 Euro für die städtebaulichen Planungen am Bahngelände in diesem Jahr nicht mehr zum Tragen kämen, sah Eicker dies als möglicherweise letzte Gelegenheit, dem TuS Ennepe doch noch einen Zuschuss zu gewähren.

Zumal auch die Verantwortlichen aus Schwenke ihre Hausaufgaben gemacht hatten und der Verwaltung und Politik ein Konzept vorlegten, das nur wenige Fragen offen ließ. Und so gab es gestern nicht nur ein großes Lob von Kämmerer Markus Tempelmann, sondern auch von den einzelnen Fraktionen. Dennoch fiel das Votum am Ende mit sechs zu vier Stimmen gegen den Verein aus. Die UWG-, SPD- und FDP-Sprecher begründeten dies unter anderem mit der Nicht-Notwendigkeit eines dritten Kunstrasenplatzes in Halver (vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung) sowie dem Bestreben, weiter sparen und keine neuen Schulden aufnehmen zu wollen. Stattdessen appellierten sie an den Verein, das Gespräch mit der Agilis GmbH zu suchen und den Kunstrasenplatz an der Karlshöhe gemeinsam zu nutzen. ▪ Kerstin Zacharias

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